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Viertägiger Warnstreik der Busfahrer begonnen

Lübeck  

Viertägiger Warnstreik der Busfahrer begonnen

25.02.2020, 06:08 Uhr | dpa

Viertägiger Warnstreik der Busfahrer begonnen. Warnstreikskleidung

Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo und eine rote Trillerpfeife. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Ein viertägiger flächendeckender Warnstreik im Busverkehr in Schleswig-Holstein hat am Dienstagmorgen begonnen. "Kurz nach 3 Uhr sind die ersten Busfahrer in den Streik getreten", sagte Verdi-Streikführer Karl-Heinz Pliete. Bis zum Mittag werde sich die Zahl der Streikenden noch erhöhen. Die Gewerkschaft Verdi rief im privaten Busgewerbe zu Warnstreiks im gesamten Tarifgebiet auf. Besonders treffen dürfte es Schüler auf dem Weg zur Schule und Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit. Hintergrund des Warnstreiks sind die stockenden Tarifverhandlungen mit dem Omnibus Verband Nord (OVN), dem zahlreiche private Busunternehmen angehören. Die Tarifverhandlungen sollen am Freitag fortgesetzt werden.

Betroffenen sind private Busunternehmen wie Autokraft, Rohde Verkehrsbetriebe, Elite, Vineta oder die Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP). Denn der OVN deckt in vielen Kommunen und Kreisen den Schülerverkehr und den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) im Auftrag der öffentlichen Träger ab. Die Aktionen sollen bis Freitag laufen.

Die Auswirkungen können regional sehr unterschiedlich sein. So ist der Teil des Busverkehrs in den kreisfreien Städten, den städtische Verkehrsbetriebe bedienen, nicht betroffen. Im Kreis Nordfriesland dagegen soll der gesamte Linienverkehr und Schülerverkehr ausfallen.

"Der letzte Vorschlag der Arbeitgeber war noch nicht einigungsfähig, deshalb werden wir jetzt unsere Warnstreiks verstärken, um den Arbeitgebern zu zeigen, dass wir einen weiteren deutlichen Schritt erwarten", sagte Verdi-Verhandlungsführer Karl-Heinz Pliete.

Das letzte Angebot der Arbeitgeber lautete nach Angaben von Verdi, rückwirkend vom 1. Januar 2020 bis zum 1. November 2021 die Löhne um insgesamt 200 Euro in vier Schritten zu erhöhen. Verdi fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,00 Euro pro Stunde rückwirkend zum 1. Januar.

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