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Nolte will nach Sturz 2020 nicht mehr in Altenberg fahren

Altenberg  

Nolte will nach Sturz 2020 nicht mehr in Altenberg fahren

25.02.2020, 15:26 Uhr | dpa

Nolte will nach Sturz 2020 nicht mehr in Altenberg fahren. Laura Nolte und Ann-Christin Strack im Bob

Laura Nolte und Ann-Christin Strack aus Deutschland fahren in der Bahn. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Nach ihrem schweren Sturz bei der Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft in Altenberg befindet sich Bobpilotin Laura Nolte vom RSC Winterberg auf dem Weg der Besserung. "Körperlich ist soweit alles gut, hier und da habe ich eine Wunde, am Knie zum Beispiel, aber das ist zweitrangig. Es ist eher der Kopf, der mir Sorgen bereitet. Ich bin ziemlich enttäuscht", sagte Nolte in einem Interview mit dem "Münchner Merkur" (Dienstag).

Die 21 Jahre alte Sportsoldatin war im zweiten Lauf des Zweierbob-Wettbewerbs am vergangenen Freitag kopfüber über die Ziellinie gerutscht und konnte anschließend nicht mehr an den Start gehen. Bereits im Training war Nolte nicht durch den Kreisel gekommen und gestürzt. Sie sprach vor allem von einem mentalen Problem: "Man steht oben und denkt nur an den Kreisel: "Oh Gott, wie wird es, wenn ich gleich auf den Kreisel zu fahre?" Das ist eine echte Blockade. Dabei weiß ich selbst nicht, warum es nicht geklappt hat."

Die deutsche Meisterin im Zweierbob will nach eigenen Angaben zunächst daran arbeiten, den Rückschlag zu verarbeiten. "Aber dieser Schlag war schon ziemlich hart, der schlimmste meiner Karriere bisher. Das wird schwieriger, das wird länger dauern. Ich arbeite da mit einem Sportpsychologen zusammen, wir wollen die Woche gut analysieren, aufarbeiten, nochmal von A bis Z durchgehen, um sie dann wieder vergessen zu können", sagte Nolte.

In Altenberg wolle sie vorläufig nicht an den Start gehen. "Ich bin kein bisschen ängstlich. Ich bin ja auch nach den Trainingsstürzen immer wieder eingestiegen. Trotzdem werde ich in diesem Jahr nicht mehr in Altenberg fahren. Das wäre zu viel. Nächstes Jahr werde ich wieder hier her kommen - und wissen was ich kann."

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