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Foto-Biennale im Rhein-Neckar-Raum bis 26. April

Mannheim  

Foto-Biennale im Rhein-Neckar-Raum bis 26. April

26.02.2020, 07:48 Uhr | dpa

Unter dem etwas geheimnisvollen Motto "The Lives and Loves of Images" lädt die Biennale für aktuelle Fotografie in mehrere Ausstellungshäuser in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg. Von der Eröffnung an diesem Freitag (28.2.) an zeigen bis zum 26. April sechs Ausstellungen in der Region zeitgenössische Kunst. "Das Faszinierende an Fotos ist, dass sie still und stumm sind", sagte Kurator David Campany. "Sie beschreiben Erscheinungen auf ihre Art und Weise. Aber sie können nicht erklären, was sie beschreiben." Erster offizieller Biennale-Besuchertag ist Samstag.

Zu sehen ist unter anderem die Ausstellung "All Art is Photography" im Kunstverein Ludwigshafen, die etwa Aufnahmen des spanischen Fotografen Antonio Pérez Río zeigt, sowie die Schau "Between Art and Commerce" im Port25 - Raum für Gegenwartskunst in Mannheim mit Bildern des in Darmstadt geborenen Künstlers Daniel Stier. Seit 2005 findet die Biennale für aktuelle Fotografie statt.

"Die Biennale ist ungewöhnlich, da sie verschiedene Publikumsgruppen hat", meinte Campany. "Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg haben wunderbare kulturelle Einrichtungen, die das große Interesse der Region an Kunst und Kultur entwickelt haben, so dass es ein begeistertes Publikum gibt." Ähnlich sieht es Biennale-Sprecher Hendrik von Boxberg. "Die Biennale konnte mit dem Rebranding 2017 ein deutlich jüngeres Publikum erreichen", betonte er. Längst finde die alle zwei Jahre ausgetragene Schau beim nationalen und internationalen Fachpublikum Beachtung.

Das Verhältnis der Fotografie zu Realität und Wahrheit sei immer kompliziert gewesen, betonte Kurator Campany. "Schon die Pioniere der Fotografie haben das erkannt, bereits in den 1830er Jahren." Dies sei keine Diskussion, die erst die Digitalisierung mit sich gebracht habe. Fotografien könnten zwar etwas zeigen, aber sie würden nichts erklären oder von sich aus bezeugen. "Der Anspruch auf Wahrheit, auf Zeugenschaft, muss immer im Namen des Bildes erhoben werden", sagte der britische Künstler, "und zwar von Menschen."

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