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Täglich eine gefährliche Hunde-Attacke in MV

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Täglich eine gefährliche Hunde-Attacke in MV

27.02.2020, 06:47 Uhr | dpa

Täglich eine gefährliche Hunde-Attacke in MV. Ein Hund in einem Tierheim bellt und fletscht die Zähne

Ein Hund in einem Tierheim bellt und fletscht die Zähne. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Täglich wird ein Mensch in Mecklenburg-Vorpommern von einem Hund gebissen oder in anderer Weise gefährlich angegriffen. Die Ordnungsbehörden registrierten vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2019 insgesamt 1102 Vorfälle, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Linken-Landtagsabgeordneten Peter Ritter hervorgeht. Die Zahlen seien über die Jahre relativ konstant, hieß es.

Unklar ist, welche Hunderassen am häufigsten angreifen. Bei vielen Vorfällen habe die Rasse von den zuständigen Ämtern nicht oder nicht zweifelsfrei bestimmt werden können, so die Regierung. So blieb in 25 von 70 Vorfällen, die im Zeitraum 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 im Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeldet wurden, die Hunderasse unklar.

Immerhin konnten von Oktober 2016 bis September 2019 insgesamt 43 Attacken Tieren zugeordnet werden, die in der Hundehalterverordnung des Landes aus dem Jahr 2000 als gefährlich eingestuft sind. Dazu zählen etwa American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bull Terrier und Bull Terrier. Teilweise seien es Kreuzungen mit anderen Hunderassen gewesen.

Acht Tiere wurden in den drei Jahren nach Angriffen eingeschläfert - darunter 2019 ein laut Hundehalterverordnung gefährlicher Hund, ein Staffordshire Bull Terrier. In dem Jahr sei aber keine Erlaubnis zum Halten gefährlicher Hunde entzogen worden. Wer in Mecklenburg-Vorpommern eine als gefährlich geltende Hunderasse halten will, muss dazu eine Erlaubnis beantragen.

Die Hundehalterverordnung hat sich aus Sicht der Landesregierung bewährt. "Sie stellt objektiv einen messbaren Gewinn für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern dar", hieß es. Die Kontroll- und Eingriffsmöglichkeiten der Behörden sowie die restriktiven Haltungsvoraussetzungen hätten den Effekt, dass die Bereitschaft, sich als gefährlich eingestufte Hunde zuzulegen, erheblich abgenommen habe.

Nach Ritters Worten läuft die bestehende Hundehalterverordnung Anfang Juli aus. Die Landesregierung müsse den Erfolg der Verordnung und der Rasseliste gründlich überprüfen, forderte er. "Entweder ist eine Nachfolgeregelung erforderlich oder die Verordnung läuft im Sinne von Entbürokratisierung sang- und klanglos aus."

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