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Neuartiges Coronavirus hat bereits Auswirkungen auf MV

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Neuartiges Coronavirus hat bereits Auswirkungen auf MV

28.02.2020, 15:33 Uhr | dpa

Neuartiges Coronavirus hat bereits Auswirkungen auf MV. Torsten Koplin

Torsten Koplin im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archiv (Quelle: dpa)

Das neuartige Coronavirus hat auch ohne einen bestätigten Fall in Mecklenburg-Vorpommern Auswirkungen auf den Nordosten. So verzichtet das Gymnasium Carolinum in Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Anfang März auf das Austauschprogramme mit den Partnerschulen in Italien und Südkorea. Man werde keine Schüler in Regionen fahren lassen, in denen jetzt schon wegen des neuen Coronavirus Schulen geschlossen seien, sagte Schulleiter Henry Tesch am Freitag. Ihm zufolge sollten zwölf Schüler in die Region Piemont und 15 nach Südkorea reisen. Zuvor hatte der "Nordkurier" berichtet.

Auch der First Lego League in Offenbach sei abgesagt worden. Vom Carolinum sollten zehn Schüler und zwei Lehrer nach Offenbach fahren. Das europäische Finale mit 27 Teams aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Polen sollte am 6. und 7. März stattfinden.

Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) sagte unterdessen einen internationalen Workshop zur Anwendung von physikalischen Methoden in der Land- und Ernährungswirtschaft in Greifswald ab. Viele Teilnehmer hätten wegen des Virus Bedenken geäußert zu reisen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Das Institut habe sich deshalb am Donnerstagabend entschieden, die Anfang nächster Woche geplante Veranstaltung zu verschieben. Ins Auge gefasst werde ein neuer Termin Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres.

Zu dem Workshop vom 1. bis 4. März waren rund 100 Teilnehmer erwartet worden, darunter führende Wissenschaftler aus Frankreich, Italien, Japan, Litauen, Serbien, Tschechien und den USA. Es sollte um Themen wie Lebensmittelsicherheit, Samenkeimung, Pflanzenwachstum und -entwicklung gehen.

Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern forderte mit Blick auf Covid-19 den Abbruch der gerade anlaufenden Nato-Großübung "Defender Europe 2020". Jede Ausbreitungsmöglichkeit müsse verhindert werden, sagte Parteichef Torsten Koplin. "Wenn 36 000 Soldaten durch Europa transportiert werden, steigt die Gefahr für eine Epidemie mit Covid-19." USA und Nato sollten im Sinne der Gesundheit der Bevölkerung den Aufmarsch abblasen, appellierte der Landtagsabgeordnete.

Die Nato-Großübung soll bis Juni dauern und spielt sich hauptsächlich in Ostpolen und im Baltikum ab. Derzeit fahren Lastwagen-Konvois der US-Army von Bremerhaven durch Mecklenburg-Vorpommern nach Osten. Bis zum 6. März sollen nach und nach insgesamt 1700 Soldaten den Nordosten durchqueren, mit Stopps in den Bundeswehr-Kasernen Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald).

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