Sie sind hier: Home > Regional >

Antisemitismus-Beauftragter kritisiert TU Braunschweig

Braunschweig  

Antisemitismus-Beauftragter kritisiert TU Braunschweig

01.03.2020, 10:45 Uhr | dpa

Antisemitismus-Beauftragter kritisiert TU Braunschweig. Antisemitismusbeauftragter Felix Klein

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für den Kampf gegen Antisemitismus. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat die Technische Universität Braunschweig wegen eines geplanten Vortrags über Hitlers Geliebte Eva Braun kritisiert. "Völlig unverständlich und geschichtsvergessen" nannte Klein den geplanten Vortrag in einer Vortragsreihe mit dem Titel "Weltgeschichte weiblich", wie die "Bild am Sonntag" berichtete. Die Hochschule wies den Vorwurf, nationalsozialistischem Gedankengut Vorschub leisten zu wollen, entschieden zurück. "Dass sich Menschen durch den in der Tat ungeschickt formulierten Titel der Veranstaltung verletzt fühlen, tut uns aufrichtig leid", hieß es in einer Stellungnahme.

Der Vortrag, angekündigt unter dem Titel ""...ich, die Geliebte des größten Mannes Deutschlands und der Erde..." - Anmerkungen zu Eva Braun", sei krankheitsbedingt abgesagt worden, teilte die Hochschule mit. Es werde überlegt, wie der "als integer bekannte Wissenschaftler im öffentlichen Diskurs darlegen kann, worum es ihm tatsächlich ging und geht: nämlich kritisch zu reflektieren, warum eine eigentlich historisch unbedeutende Frau wie Eva Braun bis heute eine große mediale Aufmerksamkeit erfährt. Im Ergebnis ist dies ein Beitrag gegen rechtsextreme Legenden". Eine jüdische Familie hatte sich dem Bericht zufolge bei Klein beschwert.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal