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Gewalttat in Volkmarsen: Einwohner im Verarbeitungsprozess

Volkmarsen  

Gewalttat in Volkmarsen: Einwohner im Verarbeitungsprozess

02.03.2020, 07:52 Uhr | dpa

Gewalttat in Volkmarsen: Einwohner im Verarbeitungsprozess. Auto fährt in Karnevalsumzug

Einsatzkräfte nehmen an der Unfallstelle in Volkmarsen Spuren auf. Foto: Uwe Zucchi/dpa (Quelle: dpa)

Auch Tage nach der Gewalttat mit rund 90 Verletzten im nordhessischen Volkmarsen versuchen die Einwohner den Vorfall zu verarbeiten. "Es wird viel darüber gesprochen", sagte der katholische Pfarrer Martin Fischer. Statt des Tatverdächtigen stünden dabei aber die Familien der Opfer im Mittelpunkt. "Das zeigt, dass man Anteil am Schicksal der Menschen nimmt." Der große Gottesdienst am Tag nach der Tat in der Kirche St. Marien habe den Menschen offensichtlich geholfen. "Wir haben ganz viele positive Rückmeldungen gehört."

Ein Auto war am Rosenmontag in Volkmarsen in eine Menschenmenge gefahren. Der Fahrer, ein 29-jähriger Deutscher, soll es absichtlich dorthin gesteuert haben. Er sitzt wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Die Opfer-Zahl lag laut Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montag bei 89. Sie hatte sich über das Wochenende erneut erhöht. Ursache seien Personen, die sich nicht unmittelbar nach der Tat, sondern erst mit zeitlichem Abstand gemeldet hätten, weil sie beispielsweise wegen des Erlebten im psychologischer Behandlung seien.

Im Fokus der Ermittler stehe immer noch die Motivation des Tatverdächtigen, sagte der Sprecher: "Es wird weiter mit Hochdruck ermittelt."

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