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Hunderte Bauern demonstrieren mit Treckern in Bremen

Weyhe  

Hunderte Bauern demonstrieren mit Treckern in Bremen

05.03.2020, 10:19 Uhr | dpa

Hunderte Bauern demonstrieren mit Treckern in Bremen. Bauernproteste

Bauern bei einer Demonstration. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa (Quelle: dpa)

Hunderte Landwirte mit Treckern haben am Donnerstag in Bremen und Bremerhaven gegen schärfere Auflagen demonstriert und für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Teilweise richteten sich die Proteste auch gegen Lebensmitteldiscounter, die nach Ansicht der Bauern mit ihrer Marktmacht die Existenz der Betriebe gefährden.

Am Güterverkehrszentrum (GVZ) im Westen von Bremen sammelten sich nach Polizeiangaben morgens 300 bis 350 Traktoren. Dadurch war der Verkehr von und nach Delmenhorst gestört. Nachmittags fuhren zahlreiche Trecker unter dem Motto "Solidarität mit Molkereien" zur Zentrale des Deutschen Milchkontors am Bremer Flughafen.

In Bremerhaven zählte die Polizei über 200 Trecker und Schlepper, deren Konvois bis in den Nachmittag hinein den Verkehr in der Seestadt beeinträchtigten. Die Treckerdemos gehören zu den bundesweiten Protesten von Bauern, organisiert von der Initiative "Land schafft Verbindung". Die Landwirte sehen durch schärfere Düngevorschriften und andere Auflagen ihre wirtschaftliches Überleben gefährdet. Auch in Hamburg versammelten sich Hunderte Bauern.

Auf der Fahrt nach Bremen stoppten etwa 20 Landwirte an einem Lager von Aldi-Nord in Weyhe. Die Kundgebung war vorher angemeldet worden, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Zufahrt zu dem Lager blieb laut Polizei aber frei. Ende Januar hatten Bauern spontan ein Großlager der Supermarktkette Edeka in Wiefelstede bei Oldenburg blockiert. Hintergrund waren Plakate, auf denen Edeka mit Niedrigpreisen bei Lebensmitteln warb.

Aldi-Nord berichtete von Protesten in Weyhe und in Bargteheide in Schleswig-Holstein. "Die Versammlungen verliefen ruhig und hatten nur geringfügige Auswirkungen auf unseren Geschäftsbetrieb", teilte die Firmenzentrale in Essen mit. Aldi-Nord sei weiter "um einen offenen und transparenten Dialog mit den landwirtschaftlichen Verbänden bemüht". Auch ein Zentrallager von Lidl in Cloppenburg wurde Medienberichten zufolge blockiert.

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