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Fischer sorgen sich wegen Offshore-Windparks um Existenz

Neuharlingersiel  

Fischer sorgen sich wegen Offshore-Windparks um Existenz

06.03.2020, 02:46 Uhr | dpa

Fischer sorgen sich wegen Offshore-Windparks um Existenz. Windräder drehen sich im Meer

Windräder drehen sich im Meer. Foto: Bernd Wüstneck/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Angesichts des Ausbaus von Windparks vor der Küste sorgen sich Fischer in Niedersachsen um ihre Existenz. Er werde so lang dafür kämpfen, bis sie in Windparks fangen dürften, sagte der Verbandsvorsitzende der kleinen Hochsee- und Küstenfischerei Weser-Ems, Dirk Sander, am Freitag. Nicht nur die Fangverbote in den Windparks selbst machen Sander Sorgen, hinzu kämen die Kabeltrassen, um den Strom an Land zu bringen. "Wir werden herrlich beleuchtete Esszimmertische haben, aber keinen Fisch mehr drauf."

Seitens der Politik wird der Ausbau als wichtiger Baustein für den Klimaschutz gesehen. Bisher sind nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie 17 Offshore-Windparks in der Nordsee in Betrieb und drei weitere im Bau. Ziel nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ist es, bei Offshore-Windenergie in Deutschland von 6500 Megawatt 2020 auf 15 000 Megawatt bis 2030 zu kommen.

2019 war nach zwei wirtschaftlich guten Jahren ein schlechtes für die Fischer im Verband: Sie landeten 7,7 Tonnen Fisch, Krabben und Muscheln für den menschlichen Konsum an - gegenüber 12,6 Tonnen im Vorjahr. Die Erlöse brachen um fast 47 Prozent ein, von knapp 38 Millionen Euro auf rund 20 Millionen.

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