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"Fürchterlicher Knall": Wohnhaus stürzt zusammen

Hohen Neuendorf  

"Fürchterlicher Knall": Wohnhaus stürzt zusammen

07.03.2020, 13:40 Uhr | dpa

"Fürchterlicher Knall": Wohnhaus stürzt zusammen. Teileingestürztes Haus

Das nach einer Explosion einsturzgefährdete Haus im brandenburgischen Hohen Neuendorf. Foto: Paul Zinken/dpa (Quelle: dpa)

Wo am Samstagmorgen noch ein Mehrfamilienhaus stand, scheint die Mittagssonne jetzt auf einen meterhohen Schuttberg. "Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll", sagt ein Mann um die Dreißig immer noch fassungslos. Es ist Sonntag und der gelernte Gärtner schaut hinüber zu der Stelle, wo sein Wohnhaus stand. Vor Kurzem erst war er in die Dachwohnung gezogen, wie er erzählt. Am Samstag sei er von der Arbeit gekommen und habe das kaputte Haus vorgefunden. Nun habe er alles verloren.

Das mehrstöckige Wohnhaus in Hohen Neuendorf (Oberhavel) war am Samstag teilweise eingestürzt. Bei dem Unglück kamen eine 60-jährige Frau und ein noch nicht identifizierter Mann ums Leben. Vier weitere Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. In dem Mehrfamilienhaus wohnten insgesamt sieben Menschen, nach Aussage eines Anwohners überwiegend ältere Bewohner.

Immer wieder kommen Menschen an der Unglücksstelle vorbei, legen Blumen ab, stellen Kerzen hin und liegen sich in den Armen. Das Haus stand an einem Kreisverkehr in der Ortsmitte, nicht weit entfernt von Geschäften, zwei Einkaufszentren und dem Rathaus der Stadt. Die evakuierten Nachbarhäuser wurden augenscheinlich kaum beschädigt.

Eine Katze streunt durchs Gelände. Sie gehörte der 60-jährigen ums Leben gekommenen Mieterin des zerstörten Hauses. Die Tochter wolle sich nun um das Tier kümmern, sagt die Polizei.

Warum das Wohnhaus einstürzte, ist noch unklar. Ein Anwohner hatte von einem "fürchterlichen Knall" berichtet. Er habe danach einen lauten Rutsch gehört, der sich anhörte, als würden Betonteile zusammenfallen. Die Ursachenforschung vor Ort könne frühestens am Montag beginnen, sagte ein Polizeisprecher. Zunächst müssten die Trümmer des in der Nacht zum Sonntag aus Sicherheitsgründen abgerissenen Gebäudes weggeräumt werden. Erst danach könnten Kriminaltechniker die Untersuchungen starten - vor allem im Keller des ehemaligen Mehrfamilienhauses. Die Beamten wollen prüfen, ob sich dort eine Explosion ereignet haben könnte. Ein meterhoher Schuttberg versperrte den Ermittlern am Sonntag jedoch den Zugang.

Die Sprecherin des Landkreises hatte sich am Samstag ein Bild vor Ort gemacht. Zu der Frage, ob Hilfe für die Bewohner angedacht sei, konnte sie noch keine konkreten Angaben machen. "Aber wir lassen die Bewohner nicht im Regen stehen", hatte Ariane Fäscher der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Nach einem Bericht der "Märkischen Allgemeinen" hat die Stadt ein Konto für zweckgebundene Spenden eingerichtet. Zahlreiche Einwohner hätten den Wunsch angemeldet, die Betroffenen unterstützen zu wollen, hieß es.

Hohen Neuendorf ist nach Angaben der Stadtverwaltung die drittgrößte Stadt des Landkreises Oberhavel. Sie besteht aus vier Stadtteilen und liegt im Süden des Landkreises, nah an Berlin und nicht weit weg von der Landeshauptstadt Potsdam. Der Verwaltung zufolge wohnen rund 26 000 Menschen im Stadtgebiet.

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