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Sieben Jahre Haft wegen tödlicher Verfolgungsfahrt

Braunschweig  

Sieben Jahre Haft wegen tödlicher Verfolgungsfahrt

10.03.2020, 01:02 Uhr | dpa

Sieben Jahre Haft wegen tödlicher Verfolgungsfahrt. Eine Justita-Statue steht im Gegenlicht

Eine Justita-Statue steht im Gegenlicht. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Ein 38-Jähriger muss wegen des Todes eines Unbeteiligten bei seiner Flucht vor der Polizei für sieben Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Braunschweig verurteilte den Mann aus Sachsen-Anhalt am Dienstag unter anderem wegen fahrlässiger Tötung (Az.: 9 Ks 11/19). Auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle war der Angeklagte im August 2019 in zwei an einer roten Ampel wartende Wagen gekracht. Ein 33 Jahre alter Fahrer eines der beiden Autos kam dabei ums Leben.

Der Unfall in Braunschweig war das tödliche Ende einer kilometerlangen Verfolgungsfahrt über die Autobahn, teils mit Tempo 240. Während des Prozesses hatte sich der Angeklagte mehrmals entschuldigt. Durch seinen Verteidiger ließ er erklären, dass er seit einiger Zeit die synthetische Droge Crystal Meth konsumiert habe, um dem Druck als Vater und im Beruf standzuhalten. An die Fahrt von Hamburg Richtung Magdeburg könne er sich kaum erinnern, er wisse nicht genau, was real gewesen sei.

Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre und elf Monate Haft gefordert, die Verteidigung viereinhalb Jahre. Vertreter der Nebenklage hatten eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes beantragt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, eine Revision ist möglich.

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