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Altlastensanierung Wikingeck: Kreis will politische Lösung

Schleswig  

Altlastensanierung Wikingeck: Kreis will politische Lösung

12.03.2020, 17:41 Uhr | dpa

Altlastensanierung Wikingeck: Kreis will politische Lösung. Der Himmel spiegelt sich auf der Schlei bei Schleswig

Der Himmel spiegelt sich auf der Schlei bei Schleswig. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Vertreter von Bund, Land, Kreis Schleswig-Flensburg und Stadt Schleswig haben am Donnerstag über offene Fragen zur Sanierung der mit Altlasten belegten Wikinghalbinsel in der Schlei in Schleswig beraten. Ziel des rund zweistündigen Sondierungsgespräches war es unter anderem, Klarheit über die bis zuletzt strittigen Eigentumsverhältnisse am Wikingeck zu schaffen. "Insbesondere die Privateigentümer werden die Kosten alleine nicht tragen können", sagte Landrat Wolfgang Buschmann nach dem Gespräch. Grundstückseigentümer sind - nach derzeitigem Kenntnisstand - mehrheitlich vier Privatpersonen sowie der Bund und die Stadt Schleswig.

Von dem Grundstück eines ehemaligen Gaswerks und einer Teer- und Dachpappenfabrik am Wikingeck gelangen giftige Stoffe durch den kontaminierten Boden in die Schlei. Das betroffene Areal umfasst rund 6110 Quadratmeter Land- und etwa 3400 Quadratmeter Wasserfläche. Die Kosten für die Dekontamination schätzt der vom Kreis beauftragte Gutachter auf mehr als 14 Millionen Euro.

Ende November 2019 hatte das Umweltministerium in Kiel überraschend erklärt, dass entgegen der Grundbucheintragung nicht das Land, sondern der Bund Eigentümer der betroffenen Flächen in der Schlei sei. Auch die Stadt Schleswig hat daraufhin überprüfen lassen, inwieweit ein Teil ihrer Flächen möglicherweise ebenfalls in die Zuständigkeit des Bundes fallen. Das Ergebnis der rechtlichen Prüfung steht noch aus.

"Der Kreis als untere Bodenschutzbehörde und die Stadt als sogenannte Zustandsstörerin betrachten die Sanierung des Altlasten-Standorts Wikingeck als gemeinsame Herausforderung", sagte Buschmann. "Diese wollen wir nun zügig und nachhaltig angehen." Langjährige gerichtliche Streitigkeiten sollen demnach ausdrücklich vermieden werden. Es werde eine politische Lösung angestrebt.

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