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Trainingsfrei in Aue und Dresden: Leonhardt erwartet Abbruch

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Trainingsfrei in Aue und Dresden: Leonhardt erwartet Abbruch

14.03.2020, 18:42 Uhr | dpa

Trainingsfrei in Aue und Dresden: Leonhardt erwartet Abbruch. Aues Präsident Helge Leonhardt vor Beginn des Spiels im Stadion

Aues Präsident Helge Leonhardt vor Beginn des Spiels im Stadion. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Ausbreitung des Coronavirus lässt den Trainingsbetrieb bei den sächsischen Fußball-Zweitligisten still stehen. Sowohl die Profis des FC Erzgebirge Aue als auch von Dynamo Dresden sollen möglichst zu Hause bleiben. "Ich habe in Abstimmung mit dem Trainerteam den Spielern mitgeteilt, dass zunächst bis Dienstag kein Training stattfindet", sagte Aues Präsident Helge Leonhardt der Deutschen Presse-Agentur. Der Plan sei, dass anschließend aller drei Tage unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert wird.

"Die Situation kann sich aufgrund der Dynamik allerdings immer wieder ändern. Deshalb werden wir die Lage, die sehr ernst ist, täglich neu bewerten. Wir haben einen unsichtbaren Feind", betonte der 61 Jahre alte Unternehmer. Leonhardt hatte bereits unter der Woche angekündigt, Angestellte in Kurzarbeit zu schicken, um den wirtschaftlich Schaden möglichst gering zu halten.

Auch die Profis von Dynamo Dresden, die sich mit Übungen und Laufplänen individuell fit halten sollen, müssen sich erst am Dienstag wieder im Rudolf-Harbig-Stadion einfinden. Dann solle die Mannschaft über das weitere Vorgehen informiert werden, sagte ein Sprecher des Vereins. Man wolle erst die Ergebnisse der DFL-Mitgliederversammlung am Montag abwarten. Es gebe dort viel zu besprechen und zahlreiche mögliche Szenarien für den Umgang mit der Krise zu diskutieren.

Dass in dieser Saison in Deutschland noch einmal Fußball gespielt wird, kann sich Aues Präsident nicht vorstellen. "Mein Gefühl und meine Erfahrung sagen mir, dass die Saison komplett abgebrochen wird", äußerte Leonhardt, der zu mehr Demut im Profifußball aufrief. Die Krise könne auch eine Chance sein: "Es könnten Strukturen geschaffen und Regeln eingeführt werden, damit die überbezahlten europäischen Fußballligen zur Normalität zurückkehren."

Leonhardt forderte Profi-Fußballer auf, einen "Corona-Rettungsfonds" zu gründen. An diesen sollten sich auch Manager und Unternehmer beteiligen. "Wichtig ist, dass unsere Arbeiter, Leute, die in der Pflege Dienst schrubben, Priorität haben. Die Fußballer werden abgefedert. Die sollten Abstriche machen", sagte Leonhardt in einem Interview mit "Sport im Osten".

Für den FC Erzgebirge müsse er den "indirekten Notstand" ausrufen, der Fußball sei derzeit zweitrangig. "Wir sind ein großer Steuerzahler im Erzgebirge, ein Wirtschaftsunternehmen. Da hat keine Priorität, ob da elf Leute unten an den Ball latschen. Das ist absolut nachrangig", meinte Leonhardt.

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