Sie sind hier: Home > Regional >

Aue-Boss über Watzke-Aussagen: Wurde "anders erzogen"

Aue  

Aue-Boss über Watzke-Aussagen: Wurde "anders erzogen"

17.03.2020, 08:46 Uhr | dpa

Aue-Boss über Watzke-Aussagen: Wurde "anders erzogen". Helge Leonhardt, Präsident von Erzgebirge Aue

Helge Leonhardt, Präsident von Erzgebirge Aue. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Präsident Helge Leonhardt von Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat die ablehnende Haltung von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu möglichen finanziellen Hilfen von größeren für kleinere Clubs in der Fußball-Bundesliga kritisiert. "Ich denke da völlig anders, weil ich anders erzogen wurde und schon in den letzten 20 Jahren drei große Krisen erlebt und soziale Verantwortung für viele Menschen habe. Und da ging es nicht um Fußballer, die Multimillionäre sind", sagte Leonhardt der "Leipziger Volkszeitung" (Dienstag).

Watzke hatte in der ARD-Sportschau am Sonntag betont, dass Vereine auch Wirtschaftsunternehmer und Konkurrenten seien. "Und da muss man das sehr genau miteinander austarieren, was noch Wettbewerb ist und was kein Wettbewerb mehr ist", erklärte Watzke. "Am Ende können nicht die Clubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den vergangenen Jahren, dann im Prinzip die Clubs, die das wiederum nicht gemacht haben, dafür auch noch belohnen."

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie sieht Leonhardt Deutschland in einer Vorreiterrolle. "In Spanien und Italien und auf der ganzen Welt spielen sich Dramen ab, dort fehlt es beispielsweise an Beatmungsgeräten und ausreichend Betten. Die ersten Feldlazarette werden eröffnet wie im Krieg", sagte Leonhardt. "Demut ist gefragt, Gemeinschaftsgefühl, aber auch Mut und Zuversicht."

Der 61 Jahre alte Unternehmer rechnet fest mit einer Absage der Fußball-Europameisterschaft. "Die EM kann nicht gespielt werden, so viel steht fest. Das würde den Ligen die Chance geben, die Saison zu beenden - im Oktober oder wann auch immer", äußerte Leonhardt, der auf vernünftige Entscheidungen hofft: "Es darf keine einschneidenden Verlierer geben, es darf keiner abgehängt werden. Weder in der Gesellschaft noch beim Sport."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal