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Corona-Tote erstmals in Aachen: Infektionen steigen

Aachen  

Corona-Tote erstmals in Aachen: Infektionen steigen

17.03.2020, 11:42 Uhr | dpa

Düsseldorf - Die Zahl der Coronavirus-Todesfälle ist in Nordrhein-Westfalen auf zehn gestiegen. Zwei ältere vorerkrankte Menschen starben in Aachen und Eschweiler, wie Stadt und Städteregion Aachen am Dienstag mitteilten. Das Virus ist weiter deutlich sichtbar auf dem Vormarsch. Die NRW-Landesregierung wollte sich am Mittag zur Lage und zu weiteren Maßnahmen äußern.

Einer der Toten war den Angaben nach ein etwa 80 Jahre alter Mann aus Aachen, der mehrfach vorerkrankt war. Er starb am Montagabend in einem Aachener Krankenhaus. Ein über 80 Jahre alter Mann aus Würselen war demnach ebenfalls vorerkrankt. Er starb in einem Eschweiler Krankenhaus. Es sind die ersten Todesfälle in Stadt und Städteregion Aachen. Hier gibt es nach Angaben der örtlichen Behörden rund 210 nachgewiesene Fälle. Die Region liegt damit hinter Heinsberg und Köln im oberen Bereich.

Die Zahl der landesweit bestätigten Infektionen ist von mehr als 2700 am Vortag am Dienstag auf 3060 (Stand: 10 Uhr) gestiegen. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums von Dienstag ist der Kreis Heinsberg mit rund 710 Nachweisen (Vortag 690) und sechs Todesfällen weiterhin besonders betroffen.

Unterdessen schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) die Gefährdung durch das Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland nun als "hoch" ein. Das sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Bislang hatte das RKI insgesamt von einer "mäßigen" Gefährdung in Deutschland gesprochen.

In der Corona-Krise ist das zentrale Förderinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen, die NRW.Bank, gefragter denn je. Die NRW.BANK biete Unternehmen, die durch die Auswirkungen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, finanzielle Unterstützung in Form von Förderkrediten sowie Beratung über ihr Service-Center an, erklärte der Vorstand am Dienstag bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf.

Hierzu seien bis zum Montag bereits 750 Anfragen eingegangen. Das Hauptproblem vor allem für kleine Unternehmen seien Liquiditätsengpässe. Diese können durch Betriebsmittelkredite überbrückt werden, wie beispielsweise über das Programm "NRW.Bank.Universalkredit".

Die NRW-Landesregierung wollte am Mittag (13.30 Uhr) zur aktuellen Lage und zum Kampf gegen das Coronavirus informieren - unter anderem mit Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (beide CDU).

Bund und Länder hatten am Montag beschlossen, eine Vielzahl von Geschäften zu schließen, Gottesdienste sowie Treffen in Vereinen zu verbieten und Spielplätze zu sperren. NRW hatte aber ein Betretungsverbot von Spielplätzen zunächst nicht befürwortet. Ziel sei es, soziale Kontakte im öffentlichen Bereich weiter einzuschränken. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollten allerdings offen bleiben.

Die Beschlüsse zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus müssen von den Ländern noch umgesetzt werden. Dies werde per Erlass geschehen, bestätigte die Düsseldorfer Staatskanzlei.

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