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Handwerk fordert bis zu 25 000 Euro für gefährdete Betriebe

Flensburg  

Handwerk fordert bis zu 25 000 Euro für gefährdete Betriebe

18.03.2020, 17:41 Uhr | dpa

Handwerk fordert bis zu 25 000 Euro für gefährdete Betriebe. Elektroniker

Ein Elektroniker-Lehrling arbeitet auf einer Baustelle. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Für in Not geratene kleine Unternehmen fordert das Handwerk in Schleswig-Holstein Soforthilfen in Höhe von 5000 bis 25 000 Euro. Es solle sich um nicht rückzahlbare Zuschüsse handeln, damit die Betriebe ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können, forderten der Verband Handwerk Schleswig-Holstein und die Handwerkskammer Schleswig-Holstein am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung zur Corona-Krise. Anträge sollten kurzfristig geprüft und schnell Auszahlungen vorgenommen werden.

Zu dem geforderten Bündel an Hilfsmaßnahmen gehören auch Stundung von Steuerzahlungen bis hin zur Abwehr von Vollstreckungsmaßnahmen. Kurzarbeitergeld sollte auch an die Inhaber von Handwerksbetrieben, Auszubildende und geringfügig Beschäftigte gezahlt werden.

Zudem müsse Liquidität durch flexible Kredite, Darlehen und Bürgschaften sichergestellt werden: Das Land habe bereits umfangreiche Beschlüsse gefasst. "Nun kommt es darauf an, dass die verschiedenen Instrumente für Kredite, Bürgschaften und Darlehen auch für kleine und mittlere Unternehmen schnell und unbürokratisch erreichbar sind, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken."

Solo-Selbstständige dürften nicht im Regen stehen gelassen werden: Die meisten der derzeit bereits angebotenen Hilfen kämen für sie nicht in Betracht. "Auch für sie, die etwa ein Fünftel aller Betriebe des Handwerks ausmachen, müssen Lösungen zur Soforthilfe gefunden werden", betonte das Handwerk.

Kritik gab es an zu viel Bürokratie: Bisher müssten die Handwerksbetriebe in den elf Kreisen und vier kreisfreien Städten des Landes 15 verschiedene Allgemeinverfügungen zur Beschränkung von Kontakten für ihre Arbeit berücksichtigen. Deshalb solle die Landesregierung für eine einheitliche Allgemeinverfügung aller Gebietskörperschaften in Schleswig-Holstein sorgen.

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