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Corona: Industriezulieferer Norma dürfte Ziele verfehlen

Maintal  

Corona: Industriezulieferer Norma dürfte Ziele verfehlen

25.03.2020, 09:24 Uhr | dpa

Der Verbindungstechnik-Spezialist Norma Group rechnet in Anbetracht der weltweiten Coronavirus-Krise mit negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr. Wegen der Epidemie werde es zu Abweichungen von der im Geschäftsbericht veröffentlichten Prognose kommen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Maintal bei der Vorlage endgültiger Jahreszahlen mit.

Der Konzern erwartet demnach, dass die ursprüngliche Prognose eines Rückgangs des Umsatzes ohne Effekte aus Zukäufen und Währungsumrechnungen von rund zwei bis rund vier Prozent nicht erreicht wird. Die Folgen der Virus-Ausbreitung seien noch nicht abzuschätzen, sagte Norma-Vorstandsmitglied Friedrich Klein, der momentan den mit dem Coronavirus infizierten Konzernlenker Michael Schneider vertritt.

Bereits vor wenigen Tagen hatte Norma reagiert und angekündigt, die Produktion in den Regionen Europa, Nahost und Afrika sowie Amerika zu unterbrechen. Auch die Asien-Pazifik-Region könne betroffen sein, hieß es. Zudem wollen die Maintaler ihren Aktionären auf der Hauptversammlung vorschlagen, auf die Dividende für 2019 zu verzichten. Wegen der Corona-Krise will das SDax-Unternehmen zudem die ursprünglich für den 14. Mai geplante Hauptversammlung auf den 30. Juni verschieben.

Im vergangenen Jahr hatte der Zulieferer die Schwäche der Autoindustrie deutlich zu spüren bekommen. Wie bereits bekannt, sackte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) im Vergleich zum Vorjahr um 16,4 Prozent auf 144,8 Millionen Euro ab. Der Umsatz legte zwar um 1,5 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro zu. Aus eigener Kraft, also ohne Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe, gingen die Erlöse aber um 2 Prozent zurück. Die vorläufigen Zahlen bestätigte Norma nun.

Klein sieht Norma aufgrund des breiten Portfolios langfristig gut aufgestellt. Der Konzern wolle sein Geschäftsmodell weiter auf die Zukunftsmärkte Wassermanagement und Elektromobilität ausrichten. Norma stellt unter anderem Schläuche, Verschraubungen, Rohre und Befestigungen her. Die Produkte des Verbindungstechnik-Spezialisten kommen etwa in der Autoindustrie, bei Luftfahrt und Marine, in Kühlsystemen oder im Wassermanagement zum Einsatz. Das Unternehmen hat laut eigenen Angaben rund 8500 Mitarbeiter.

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