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Frühere Geschäftsfrau zu Haftstrafe verurteilt

Verden (Aller)  

Frühere Geschäftsfrau zu Haftstrafe verurteilt

25.03.2020, 16:32 Uhr | dpa

Wegen Betruges ist eine 52 Jahre alte Frau am Mittwoch vor dem Landgericht Verden zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Nach Überzeugung der Kammer hatte sie als Inhaberin einer Firma für Kinderbekleidung einen Geschäftspartner um Millionen Euro betrogen, wie der Gerichtssprecher sagte. Das Gericht ordnete an, dass die Frau aus dem Kreis Diepholz dem Geschädigten rund 2,65 Millionen Euro zurückzahlen muss. Nach Überzeugung der Kammer hatte die Frau einen Geschäftspartner angelogen, um an Darlehen in Millionenhöhe zu kommen. Vor Gericht gab sie die Taten zu. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az.: 4 KLs 6/19)

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten gefordert und verlangt, dass die Frau 2,65 Millionen Euro an den Geschädigten zahlen soll. Die Verteidigung forderte eine Bewährungsstrafe, nannte aber kein konkretes Strafmaß.

Die Staatsanwaltschaft hatte der 52-Jährigen zudem sogenannte Kettengeschäfte vorgeworfen, bei denen die Geschäftsfrau an erster und letzter Stelle stand. Nach den Ermittlungen der Anklagebehörde soll die Frau per Vertrag hochwertige Kindermode verkauft haben, die sie nicht besaß. Nach der Entscheidung des Gerichts reichte die Beweislage zu diesen Vorwürfen nicht aus. "Es hätten noch umfangreiche Ermittlungen durchgeführt werden müssen", sagte der Gerichtssprecher. Nach Einschätzung des Gerichts wäre der Aufwand unverhältnismäßig gewesen.

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