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Kriminalität in Sachsen geht weiter zurück

Dresden  

Kriminalität in Sachsen geht weiter zurück

26.03.2020, 13:56 Uhr | dpa

Kriminalität in Sachsen geht weiter zurück. Polizei-Sachsen

Logo der sächsischen Polizei ist an einer Polizeiuniform angebracht. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Kriminalität ist 2019 in Sachsen erneut gesunken. Wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte, wurden 271 796 Fälle registriert. Das waren exakt 7000 oder 2,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Aufklärungsquote betrugt 56,2 Prozent (2018: 56,6 Prozent).

Am meisten gingen Wohnungseinbrüche und Kfz-Diebstähle zurück. Hier wurden 2019 jeweils rund ein Viertel weniger Straftaten erfasst. Einen Zuwachs gab es bei politisch motivierten Straftaten. Die Zahl an Gewalttaten ging um mehr als 30 Prozent auf 208.

Als Grund für die Zunahme politischer Straftaten sehen die Experten die Wahlen des Jahres 2019. Mit 4350 Fällen (2018: 3461) wurde ein Höchststand erreicht. 2256 Straftaten werden Personen aus der rechten Szene zugewiesen, 1385 Leuten aus dem linken Spektrum. Etwa ein Drittel der erfassten Fälle betraf die Beschädigung von Wahlplakaten.

"Hasskriminalität" blieb mit 608 Fällen (645) unverändert hoch, hieß es. Für 81 Prozent davon werden Rechte verantwortlich gemacht. Zudem stellte man 115 politisch motivierte Hasspostings im Internet fest (153). Wöller zufolge hat Sachsen bei der Aufklärung solcher Taten die "Streifen im Netz" verstärkt. 171 Mal wurden Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger verübt.

Sachsen sei ein sicheres Bundesland, sagte Wöller. Maßnahmen gegen Wohnungseinbrüche und Fahrzeugdiebstähle hätten sich bewährt: "Der positive Trend in der Kriminalitätsentwicklung ist aber kein Grund für Sachsens Polizei, künftig weniger konsequent zu sein." Ein Schwerpunkt sei der Kampf gegen politisch motivierte Kriminalität.

Laut Wöller sind Wohnungseinbrüche auf dem niedrigsten Niveau seit zehn Jahren angelangt. Demnach wurden 3040 entsprechende Straftaten angezeigt, 2018 waren es 4001. In 44 Prozent der Fälle blieb es beim Versuch. "Diese Quote ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die präventiven Maßnahmen - einschließlich der Förderprogramme in Bund und Ländern - für mehr Einbruchschutz zunehmend greifen." 2019 wurde jeder vierte dieser Fälle aufgeklärt.

Die Kfz-Diebstähle haben sich laut Statistik binnen zehn Jahren mehr als halbiert. 2019 waren es noch 1718 Fälle - 603 weniger als 2018. Mehr als jeder dritte Diebstahl (36,7 Prozent) konnte aufgeklärt werden. 42 Prozent der Tatverdächtigen sind Ausländer. Sachsens Polizei arbeitet hier mit Kollegen in Polen und Tschechien zusammen.

Zuwanderer wurden 2019 für 16 439 Straftaten (18 695) verantwortlich gemacht. Ausländerrechtliche Delikte sind dabei nicht erfasst. Meist ging es um Ladendiebstähle, Körperverletzungen und Schwarzfahren. Der Gesamtanteil der Zuwanderer an allen erfassten Tatverdächtigen sank auf unter zehn Prozent. Dabei ist ein kleiner Teil von Asylbewerbern für eine große Zahl von Straftaten verantwortlich. Fast 40 Prozent der entsprechenden Taten werden Personen zugeschrieben, die mehrfach straffällig wurden. Der Anteil dieser "Intensivtäter" an allen Zuwanderern liegt aber nur bei 2,2 Prozent.

In den Gemeinden entlang der Grenze zu Polen und Tschechien wurden 16 996 Straftaten (ohne ausländerrechtliche Verstöße) erfasst (16 945). Besonders oft ging es um Diebstähle, Sachbeschädigungen, Betrug und Körperverletzungen (je 7 Prozent).

Die Zahl der Rauschgiftdelikte reduzierte sich erstmals seit drei Jahren. Hier wurden 13 012 Delikten registriert (13 214).

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