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Telefonbetrüger nutzen Corona-Krise in MV aus

Schwerin  

Telefonbetrüger nutzen Corona-Krise in MV aus

26.03.2020, 16:14 Uhr | dpa

Telefonbetrüger nutzen Corona-Krise in MV aus. Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand

Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern hat vor Telefonbetrügern gewarnt, die die aktuelle Corona-Krise ausnutzen. In der Beratungsstelle in Rostock gingen seit Tagen vermehrt Beschwerden und Anfragen zu ominösen Anrufen ein, teilte die Verbraucherzentrale am Donnerstag mit. Die Betrüger würden dabei ausnutzen, dass sich aufgrund der Corona-Krise Menschen häufiger zu Hause aufhielten.

In manchen Fällen würden die Anrufer den Verbrauchern die Teilnahme an kostenpflichtigen Gewinnspielverträgen unterstellen. Die Verbraucherzentrale rät, jegliche Forderungen zurückzuweisen, vorsorglich zu widerrufen und wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Auf keinen Fall sollten persönliche Daten weitergegeben werden. Außerdem sei es ratsam, Kontoauszüge regelmäßig zu überprüfen, um gegebenenfalls unberechtigte Abbuchungen rückgängig machen zu können.

Zuletzt waren eine 76 Jahre alte Rentnerin aus Rostock um mehr als 36 000 Euro und eine Frau aus Plau am See im Landkreis Ludwigslust-Parchim um 12 000 Euro geprellt worden, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Die 76-jährige Rostockerin wurde Opfer eines Telefonbetrügers, der sich als Bankmitarbeiter ausgab und um die Zustimmung einer Überweisung in Höhe von 15 000 Euro auf ein niederländisches Konto gebeten hatte. Als sie sich geweigert habe, habe der Mann zum Schutz ihres Kontos die Herausgabe ihrer persönlichen Transaktionsnummer (TAN) gefordert. Wenig später stellte sie fest, dass mehr als 36 000 Euro abgebucht worden waren. Sie ließ ihr Konto sofort sperren, die Rostocker Polizei stellte Anzeige wegen Betrugs.

Eine Frau in Plau am See war der Polizei zufolge dagegen auf Betrüger hereingefallen, die sich als Mitarbeiter eines Online-Devisenhändlers ausgegeben hatten. Die Täter hatten sie mehrere Wochen lang zur Investition in die Kryptowährung Bitcoins gedrängt. Zunächst hatte sie eine kleinere Summe überwiesen, um sich von der Seriosität der vermeintlichen Händler zu überzeugen. Nachdem sie schließlich 12 000 Euro auf ein ausländisches Konto überwiesen habe, sei der Kontakt mit den Devisenhändlern abgebrochen - das Geld sei nicht wie vereinbart ihrem Investmentkonto gutgeschrieben worden.

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