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Schneeschauer im Frühling: Kühler März in Thüringen

Offenbach am Main  

Schneeschauer im Frühling: Kühler März in Thüringen

30.03.2020, 14:33 Uhr | dpa

Der März verabschiedet sich in Thüringen mit einem kurzen Schnee-Intermezzo. Generell zeigte sich der Monat des Frühlingsbeginns im Freistaat im deutschlandweiten Vergleich nur kühl und wenig sonnig. Das geht aus der vorläufigen Monatsbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Montag nach ersten Auswertungen der rund 2000 Messstationen hervor. Mit einer Temperatur von im Schnitt 4,6 Grad Celsius war demnach Thüringen neben Sachsen im März 2020 das kühlste Bundesland.

Dachwig - nordwestlich von Erfurt - meldete vom 23. bis zum 25. März laut DWD drei Mal hintereinander minus zehn Grad. Der Tiefstwert des vergangenen Winters betrug dort dagegen nur minus acht Grad.

Die Sonne schien im März den Angaben zufolge in Thüringen etwa 170 Stunden. Obwohl die Sonnenscheindauer damit weit über dem Soll lag, war Thüringen nach dem Saarland (160 Stunden) das zweitsonnenscheinärmste Bundesland. Die Niederschlagsmenge betrug im März rund 55 Liter pro Quadratmeter. Bundesweit fiel der März 2020 mild und überdurchschnittlich trocken aus. Die durchschnittliche Temperatur lag in Deutschland bei 5,3 Grad Celsius.

Mit Schnee und frostigen Temperaturen gab der Winter am Monatsende vor allem im Thüringer Bergland ein kurzes Gastspiel im Frühling. In der Nacht zu Sonntag fielen in den höheren Lagen mehrere Zentimeter Schnee, wie der Meteorologe Sebastian Manns vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig sagte.

Spitzenreiter mit elf Zentimetern Schnee ist laut DWD Neuhaus am Rennweg. Der kälteste Ort in Thüringen war Martinroda (Ilm-Kreis) nordwestlich von Ilmenau. Dort wurden am Montag kurz nach Sonnenaufgang minus 10,4 Grad gemessen. "Kälte im März ist nicht so ungewöhnlich, kommt aber auch nicht jedes Jahr vor", sagte Manns. Schneefälle seien bis Ende April/Anfang Mai möglich.

Im Kreis Gotha ereignete sich auf winterglatter Straße ein Unfall, bei dem eine Frau leicht verletzt wurde. Der 59 Jahre alte Fahrer war am Sonntagabend bei Cranwinkel mit dem Auto in einer scharfen Kurve von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Dabei wurde dessen 57-jährige Beifahrerin verletzt und zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht. Der Wagen war nicht mehr fahrbereit.

Während die Nächte bis Ende der Woche weiter knackig kalt bleiben, wird es jeden Tag etwas wärmer. Die Temperaturen steigen tagsüber von sechs Grad am Montag bis auf zwölf Grad am Donnerstag. "Die Sonne wird tagsüber viel Schnee wegschmelzen, in den Hochlagen könnten aber einzelne Schneeflecken liegen bleiben", sagte Manns.

In der Nacht zu Dienstag wird in Thüringen erneut mit Schneeschauern gerechnet. Dann kommen laut Manns oberhalb von 400 Metern noch einmal bis zu drei Zentimeter Schnee dazu. Von Dienstagmittag bis Donnerstag werden dann aber keine neuen Niederschläge mehr erwartet.

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