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MV-Einreiseverbot: Mehr als 4000 Autos kontrolliert

Dummerstorf  

MV-Einreiseverbot: Mehr als 4000 Autos kontrolliert

06.04.2020, 19:48 Uhr | dpa

MV-Einreiseverbot: Mehr als 4000 Autos kontrolliert. Polizeibeamte kontrollieren den Fahrzeugverkehr

Polizeibeamte kontrollieren den Fahrzeugverkehr. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Zu Beginn der Osterferien hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern die Fahrzeugkontrollen zur Unterbindung touristischer Reisen massiv ausgedehnt und zahlreiche Autofahrer zur Umkehr veranlasst. Wie die Polizeipräsidien in Rostock und Neubrandenburg am Montag mitteilten, wurden am zurückliegenden Wochenende landesweit insgesamt 4347 Fahrzeuge überprüft. Dabei konzentrierten sich die Kontrollen offenbar auf den Landes-Osten sowie die Inselzufahrten. Den Angaben zufolge wurden 301 Autos mit zusammen 429 Insassen registriert, die gegen das Einreiseverbot verstoßen hatten und umkehren mussten. Mitte März hatte die Landesregierung touristische Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern untersagt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock wurden den Angaben zufolge 1432 Fahrzeuge kontrolliert. 108 Fahrzeuge und 149 Personen seien abgewiesen worden. Zusätzlich seien sieben Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz aufgenommen worden. Laut Polizei nahmen die Anrufe von Hinweisgebern zu, die mögliche Verstöße gegen die Verordnung zur Coronavirus-Bekämpfung meldeten, wie etwa Treffen größerer Personengruppen oder die Vermietung von Ferienunterkünften. Als unbegründet erwies sich der Verdacht einer Disko-Party in Rostock. Die Überprüfung habe ergeben, dass im Club gerade ein Livestream aufgenommen wurde.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, zuständig unter anderem für die Zufahrten zu den Inseln Rügen und Usedom, wurden 2915 Fahrzeuge kontrolliert. 193 Fahrzeuge und 280 Personen seien aus dem Land verwiesen worden. Von den 1477 Fahrzeugen, die an den Inselzufahrten kontrolliert wurden, hätten lediglich 25 abgewiesen werden müssen. Anzeigen wurden laut Polizei überwiegend wegen des Verstoßes gegen das Kontaktverbot und gegen die Zweitwohnsitzregelung aufgenommen. In Bergen auf Rügen etwa hätten 15 Personen mit einem DJ in einer Werkstatt eine Party gefeiert. Die Polizei habe mit Anzeigen und Platzverweisen reagiert, hieß es. In der Mitteilung wurde zudem beklagt, dass Beamte bei Einsatzmaßnahmen angehustet oder angespuckt worden seien.

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