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Kabinett von Schwesig berät zu Corona-Pandemie

Rostock  

Kabinett von Schwesig berät zu Corona-Pandemie

06.04.2020, 19:53 Uhr | dpa

Kabinett von Schwesig berät zu Corona-Pandemie. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD)

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, spricht bei der Landtagssitzung. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit Spannung werden am Dienstag die neuen Corona-Infektionszahlen für Mecklenburg-Vorpommern erwartet. Die geringe Zunahme über das Wochenende hatte Hoffnungen geweckt, dass die Zahl der Neuinfektionen abflachen und damit Erfolge der strikten Kontaktsperren sichtbar werden könnten. Allerdings hatte es wegen der geringeren Testtätigkeit an Samstagen und Sonntagen auch nach den vorigen Wochenenden jeweils niedrige Zuwächse gegeben. Doch verlief die Anstiegskurve zuletzt immer flacher.

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) waren bis Montag landesweit insgesamt 531 Infektionen registriert worden. Das waren drei mehr als am Vortag und der geringste Anstieg seit dem 15. März. Der Zuwachs am Sonntag hatte bei fünf gelegen. Die höchste Zahl an Neuzugängen gab es im Nordosten am 27. März mit 48. Die Zahl der Sterbefälle erhöhte sich um zwei auf nunmehr acht.

Die Eindämmung der Corona-Epidemie ist erneut auch bestimmendes Thema der turnusmäßigen Kabinettsberatung, die laut Staatskanzlei wieder als Telefonkonferenz stattfindet. Dabei will Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) nach eigenen Angaben seine Ministerkollegen auch detailliert über die Pläne informieren, Rehakliniken im Land für die Unterbringung von nicht an Covid-19 erkrankten Patienten zu nutzen. Damit sollten reguläre Krankenhäuser entlastet und den derzeit nicht ausgelasteten Rehakliniken in Mecklenburg-Vorpommern geholfen werden, Einnahmeausfälle zu kompensieren, hieß es. Das Land will laut Glawe eine Tagespauschale von 50 Euro je leerstehendem Bett zahlen, das für Patienten mit leichten Erkrankungen zur Verfügung steht.

Am Montagabend war bekannt geworden, dass in Mecklenburg-Vorpommern nun doch keine schwerkranken Covid-19-Patienten aus Italien behandelt werden. Die italienischen Behörden hätten sich bedankt und mitgeteilt, dass aufgrund stark gesunkener Fallzahlen bei Intensivtherapie-Patienten kein akuter Bedarf mehr an weiteren Transporten von Schwerkranken nach Deutschland bestehe, ließ Glawe mitteilen. Nach dem Verzicht Italiens bestehe nun die Bereitschaft, französische Covid-19-Patienten in Mecklenburg-Vorpommern aufzunehmen. Das Ministerium stehe im Austausch mit den französischen Behörden. Mit einer Entscheidung sei gegebenenfalls in dieser Woche zu rechnen, sagte Glawe.

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