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Justiz prüft mögliches Fehlverhalten bei Klinikleitung

Potsdam  

Justiz prüft mögliches Fehlverhalten bei Klinikleitung

08.04.2020, 11:06 Uhr | dpa

Justiz prüft mögliches Fehlverhalten bei Klinikleitung. Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam

Ernst von Bergmann-Klinikum in Potsdam. Foto: Christophe Gateau/dpa (Quelle: dpa)

Die Staatsanwaltschaft Potsdam prüft, ob sich drei Ärzte und die Geschäftsführung des Ernst von Bergmann-Klinikums wegen eines möglichen Fehlverhaltens in Zusammenhang mit einer Häufung von Corona-Fällen strafbar gemacht haben. Ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren sei am Mittwoch an die Behörde abgegeben worden. "Wir prüfen mögliche strafrechtlich relevante Verstöße gegen Meldepflichten auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes", sagte ein Sprecher. Daneben werde auch der Verdacht auf weitere Straftaten geprüft.

Nach einer Häufung von Coronavirus-Fällen in dem Klinikum wurde am Dienstag gegen die Mitarbeiter ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Geprüft werde nun, ob sich die drei Ärzte und die zwei Geschäftsführer daneben auch nach dem Infektionsschutzgesetz strafbar gemacht haben, weil sie aufgetretene Corona-Fälle vorsätzlich zu spät oder gar nicht gemeldet haben und dadurch das Virus weiter verbreitet worden ist, wie der Sprecher sagte.

Der Verstoß von Meldepflichten kann nach dem Gesetz mit einer Geldbuße bis zu 25 000 Euro geahndet werden. Handelt es sich um eine Straftat, droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

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