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Stahlknecht: Aufnahme von Kindern aus Griechenland begrenzen

Magdeburg  

Stahlknecht: Aufnahme von Kindern aus Griechenland begrenzen

08.04.2020, 13:59 Uhr | dpa

Stahlknecht: Aufnahme von Kindern aus Griechenland begrenzen. Holger Stahlknecht steht auf dem Domplatz

Holger Stahlknecht (CDU), Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt steht auf dem Domplatz. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild (Quelle: dpa)

Sachsen-Anhalts CDU-Chef Holger Stahlknecht hält die Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen aus den griechischen Flüchtlingslagern für richtig, warnt aber davor, die Kapazitäten zu überschätzen. 50 Kinder seien mit Blick auf das, was in den griechischen Lagern los sei, zwar ein Tropfen auf den heißen Stein, sagte Stahlknecht am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Doch es müssten auch die Möglichkeiten in Zeiten der Corona-Pandemie mitgedacht werden. Beim geltenden Verteilmechanismus nehme Sachsen-Anhalt einen unbegleiteten Minderjährigen auf, das sei problemlos möglich. "Aber ich warne davor, danach eine Diskussion zu führen, ob Deutschland auch 500 oder 5000 aufnehmen kann."

Unbegleitete minderjährige Geflüchtete werden von den Behörden besonders betreut und kommen nicht in die Zentrale Erstaufnahme. Die Kommunen und Behörden seien mit der Bewältigung der Corona-Krise beschäftigt. In dieser Situation reichten die Kapazitäten nicht, um im Land 80 oder 150 Kinder aus Flüchtlingslagern aufzunehmen.

Am Mittwoch hatte die Bundesregierung beschlossen, die ersten 50 Kinder aus den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland aufzunehmen. Zunächst werden sie in Corona-Quarantäne in Niedersachsen untergbracht und dann verteilt. Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hatte im März beschlossen, etwa 1000 bis 1500 Kinder nach Deutschland zu holen. Es handelt sich demnach um Jungen und Mädchen, die schwer erkrankt oder unbegleitet und jünger als 14 Jahre sind.

Am Wochenende hatte die mit Stahlknechts CDU und den Grünen regierende Landes-SPD gefordert, Flüchtlinge von den griechischen Inseln aufzunehmen. Die Sozialdemokraten sehen besonderen Handlungsbedarf bei Kindern, Schwangeren und Corona-Risikogruppen.

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