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Fast Hälfte der Bewohner in Potsdamer Seniorenheim infiziert

Potsdam  

Fast Hälfte der Bewohner in Potsdamer Seniorenheim infiziert

08.04.2020, 18:59 Uhr | dpa

Fast Hälfte der Bewohner in Potsdamer Seniorenheim infiziert. Krankenpfleger arbeiten in Schutzkleidung in einem Krankenzimmer

Krankenpfleger arbeiten in Schutzkleidung in einem Krankenzimmer. Foto: Marcel Kusch/dpa (Quelle: dpa)

In einem Seniorenheim in Potsdam ist die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gestiegen - damit ist fast die Hälfte der Bewohner infiziert. "In der Einrichtung, in der 80 Menschen leben, sind 38 Bewohnerinnen und Bewohner sowie fünf Mitarbeiter positiv getestet worden", teilte die Stadt Potsdam am Mittwoch mit. Die infizierten Bewohner und Mitarbeiter würden innerhalb der Einrichtung auf der Insel Hermannswerder isoliert und medizinisch beobachtet. Das Haus gehört dem Klinikum Ernst von Bergmann und der Hoffbauer-Stiftung.

Im Ernst von Bergmann-Klinikum, in dem es eine noch größere Häufung von Infektionsfällen gibt, starben drei weitere Corona-Patienten. Die zwei Frauen im Alter von 57 und 92 Jahren und ein 80-jähriger Mann hätten Vorerkrankungen gehabt. Damit sind bisher 24 Corona-Patienten in dem größten Potsdamer Krankenhaus gestorben.

Die Potsdamer Staatsanwaltschaft prüft ein mögliches Fehlverhalten von drei Ärzten und der Geschäftsführung in Zusammenhang mit der Meldepflicht. Nach einem Besuch von Experten des Robert Koch-Instituts gibt es Auflagen für das Klinikum. Dort gilt auch ein Aufnahmestopp bis auf Notfälle. Eine Krankenhauskooperation in Westbrandenburg unter Federführung des Städtischen Klinikums Brandenburg/Havel wurde unter anderem um das Bergmann-Klinikum und das St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam erweitert.

In einer Flüchtlingsunterkunft in Potsdam sind 116 Bewohnerinnen und Bewohner in Quarantäne, nachdem die Corona-Tests bei einer siebenköpfigen Familie positiv ausgefallen waren. Nun sollen alle Bewohner getestet werden. Die Ergebnisse würden in den kommenden zwei Tagen erwartet.

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