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Trotz Stopp von Einreiseverbot zu Hause bleiben

Neuruppin  

Trotz Stopp von Einreiseverbot zu Hause bleiben

09.04.2020, 17:51 Uhr | dpa

Trotz Stopp von Einreiseverbot zu Hause bleiben. Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank.

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Auch nach der Aufhebung seines Einreiseverbotes hat der Landkreis Ostprignitz-Ruppin dazu aufgerufen, von Reisen in die Region am Osterwochenende abzusehen. "Es ist weiterhin nicht die Zeit des Reisens und der Ausflüge", sagte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) am Donnerstag.

Auch weiterhin halte sich noch eine große Anzahl von Touristen an der Grenze zum Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern auf. "Die Ferienhäuser sind voll", sagte Reinhardt. Auch seien vermehrt Autos mit fremden Kennzeichen in dem Landkreis unterwegs. "Das hatten wir befürchtet."

Der Landkreis hatte als einzige Kommune landesweit ein Einreiseverbot verhängt, nach der touristische Einreisen in das Gebiet von Ostprignitz-Ruppin aus privatem Anlass untersagt sind. Anliegen war, das Gesundheitssystem nicht zusätzlich zu überfordern. Das Potsdamer Verwaltungsgericht gab jedoch zwei Berlinern Recht, die trotz des Verbotes an ihren Zweitwohnsitz reisen wollten. Das OVG bestätigte die Entscheidungen.

Derzeit sind in dem Landkreis 36 bestätigte Covid-19-Fälle bekannt, das seien 3 mehr als am Mittwoch. 6 Erkrankte seien genesen. 6 befinden sich demnach in stationärer Behandlung, wovon einer beatmet wird. Rund 130 Menschen seien derzeit in Isolation. Um Kontaktpersonen schneller zu ermitteln, hat der Landkreis Unterstützung von fünf Soldaten der Bundeswehr angefordert - sie sollen Telefon- und Transportdienste übernehmen oder bei der Auslieferung von Schutzausrüstung helfen.

Reinhardt rief dazu auf, dass sich Menschen - auch ohne Covid-19-Symptome - an Ärzte und Rettungsstellen wenden. "Es darf auf keinen Fall dazu kommen, dass wir aufgrund der Epidemie schwere körperliche Schäden oder sogar den Tod aus Furcht vor einer Ansteckungsgefahr in Kauf nehmen" sagte er. "Es kann jeder behandelt werden."

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