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Bundeswehr produziert Desinfektionsmittel in Neubiberg

Neubiberg  

Bundeswehr produziert Desinfektionsmittel in Neubiberg

22.04.2020, 13:59 Uhr | dpa

Bundeswehr produziert Desinfektionsmittel in Neubiberg. Ein Desinfektionsmittelspender steht auf einem Tisch

Ein Desinfektionsmittelspender steht auf einem Tisch. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Bundeswehr produziert auf dem Gelände ihrer Universität in Neubiberg bei München jetzt auch Desinfektionsmittel. Pro Stunde könnten davon bis zu 6000 Liter hergestellt werden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Mittwoch bei einem Besuch der mobilen Produktionsstätte. Es habe eine höhere Leistungsdichte als herkömmliche Desinfektionsmittel. Grundlage ist ein Amtshilfeantrag des Freistaats Bayern. Vorerst sollen nach Auskunft der Bundeswehr bis zu 200 Tonnen hergestellt werden. Auch andere Bundesländer könnten einen Antrag stellen, sagte ein Sprecher der Bundeswehr.

In Neubiberg sind Soldaten des ABC-Abwehrkommandos aus Bruchsal in Baden-Württemberg beteiligt. Helfer des Technischen Hilfswerks verteilen das Mittel dann unter anderem an Gesundheitseinrichtungen, Behörden oder Schulen.

Das Desinfektionsmittel beruht auf einem Patent des Cuxhavener Unternehmers Sven Reichwagen, der es kostenlos zur Verfügung stellt. Anders als bei vielen anderen Mitteln sei die Basis Wasser und nicht Ethanol, erklärte Reichwagen, der die Flüssigkeit schon seit 15 Jahren auf diesem Wege herstellen lässt. In Neubiberg geschieht dies in Spezialfahrzeugen der Bundeswehr, die auf dem Universitätsgelände parken. Sie filtern Leitungswasser und bereiten es auf. In einem weiteren Schritt werden Chemikalien beigesetzt wie Essigsäure oder Ethanol. Anschließend wird die Flüssigkeit abgefüllt und in Kanistern und Flaschen in verschiedenen Größen bayernweit verteilt.

Die Bundeswehr leistet in der Corona-Krise vielfältige Hilfe, etwa beim Transport von Schutzkleidung, in Gesundheitsämtern oder in der Pflege. Bis Mittwochmorgen seien 450 Amtshilfe-Anträge gestellt worden, sagte Generalleutnant Martin Schelleis.

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