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Asklepios-Übernahmeofferte: Rhön-Klinikum empfiehlt Annahme

Bad Neustadt an der Saale  

Asklepios-Übernahmeofferte: Rhön-Klinikum empfiehlt Annahme

22.04.2020, 19:46 Uhr | dpa

Asklepios-Übernahmeofferte: Rhön-Klinikum empfiehlt Annahme. Logo der Rhön-Klinikum AG

Der Schriftzug der Rhön-Klinikum AG. Foto: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der zum Verkauf stehende Klinikbetreiber Rhön hält das vorliegende Übernahmeangebot durch den Wettbewerber Asklepios für angemessen. Das geht aus den begründeten Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat hervor, die das SDax-Unternehmen aus Bad Neustadt an der Saale am Mittwoch veröffentlichte. Die Rhön-Aktionären sollten die Offerte annehmen, hieß es weiter.

Die von Asklepios geäußerten Ziele und Absichten im Hinblick auf den weiteren Geschäftsbetrieb der Gesellschaft seien positiv zu bewerten. Hervorzuheben seien etwa die angedachte enge Kooperation bei der Nutzung von Infrastrukturen sowie das Ziel, Synergien in Bereichen wie Einkauf, Krankenhausinformationssysteme und Entlassmanagement zu heben.

Unter Großaktionären war im Hinblick auf das Übernahmevorhaben zuletzt ein heftiger Streit entbrannt. So will der Pharma- und Medizinbedarfsanbieter B. Braun den Verkauf mit einer neuen Satzung verhindern, den Aufsichtsrat neu sortieren und zudem über eine Sonderdividende viel Geld aus dem Unternehmen ziehen. Asklepios kündigte Widerstand gegen die Pläne an. Der geplanten Transaktion geht ein jahrelanges Tauziehen um Rhön voraus.

Die Übernahmepläne waren bereits Ende Februar bekannt geworden. Demnach wurden zunächst die Anteile von Asklepios, von Rhön-Gründer Eugen Münch sowie seiner Ehefrau in einem Gemeinschaftsunternehmen gebündelt. Nach dem Kauf eines zusätzlichen Aktienpaketes durch Asklepios bringt die Allianz es mittlerweile auf mehr als 50 Prozent der Stimmrechte.

Nun will Asklepios den übrigen Rhön-Anteilseignern ein Angebot von 18 Euro je Aktie unterbreiten. Das sind 25 Prozent mehr, als die Papiere vor Bekanntgabe der Pläne gekostet hatten.

Betroffen ist vor allem als Großaktionär der Medizinausrüster B. Braun (Melsungen), der 25,3 der Anteile an der Rhön-Klinikum AG hält. Das Unternehmen war Berichten zufolge mit dem erklärten Ziel bei Rhön eingestiegen, eine Elefantenhochzeit bei Krankenhausbetreibern zu verhindern.

B. Braun erklärte am Mittwoch, man halte an der Forderung nach einer außerordentlichen Hauptversammlung fest. "Es liegt im Interesse aller Aktionäre, ein Übernahmeangebot im Rahmen einer Hauptversammlung zu erörtern. Unsere zu dieser Hauptversammlung gestellten Anträge dienen dem Wohle der Gesellschaft", heißt es in der Stellungnahme. Beantragt wurden unter anderem personelle Änderungen im Aufsichtsrat.

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