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Elf Covid-19-Tote in Rümpel: Kleine Anfrage der AfD

Rümpel  

Elf Covid-19-Tote in Rümpel: Kleine Anfrage der AfD

24.04.2020, 15:16 Uhr | dpa

Elf Covid-19-Tote in Rümpel: Kleine Anfrage der AfD. Der Eingang zum Pflegeheim "Wohnpark Rolfshagen"

Der Eingang zum Pflegeheim "Wohnpark Rolfshagen". Foto: Christian Charisius/dpa (Quelle: dpa)

Nach dem Ausbruch von Covid-19 in einem Pflegeheim in Rümpel bei Bad Oldesloe sind inzwischen elf Bewohner gestorben. Dies bestätigte Heimleiter Daniel Schöneberg am Freitag. Zuvor hatten die "Lübecker Nachrichten" berichtet. Die AfD-Landtagsfraktion brachte unterdessen eine Kleine Anfrage an die Landesregierung zu den Vorgängen in Rümpel auf den Weg.

Dass in Rümpel innerhalb von nur zehn Tagen elf infizierte Heimbewohner starben, werfe vor allem die Frage auf, wie es zu einem derart massiven Infektionsausbruch mit so vielen Todesopfern innerhalb dieser Einrichtung kommen konnte, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Claus Schaffer, am Freitag.

Fest stehe bislang nur, dass die Heimleitung die infizierten Bewohner nach ihren positiven Tests am Ostersonntag von den übrigen Bewohnern nicht getrennt habe. Außerdem habe das zuständige Kreisgesundheitsamt die 19 Mitarbeiter der Einrichtung, die am Ostersonntag ebenfalls positiv getestet wurden, nicht mit einem Tätigkeitsverbot belegt, wie es der Schutzplan zum Schutz verletzlicher Gruppen der Landesregierung ausdrücklich vorsehe. Stattdessen arbeiteten die infizierten Pflegekräfte in der Einrichtung weiter. "Dass sich das Coronavirus infolgedessen in Rümpel weiter ausbreiten würde, war ebenso absehbar, wie der Umstand, dass es zu Todesfällen kommen würde", sagte der Landtagsabgeordnete. Ob diese zum Teil vermeidbar gewesen wären, müsse jetzt aufgeklärt werden. Da sich Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) als oberster Dienstherr über die Gesundheitsämter zu Rümpel bis heute nicht geäußert habe, habe die AfD jetzt die Kleine Anfrage eingebracht.

"Unser allererstes Ziel dabei ist, Transparenz darüber herzustellen, ob und was die Landesregierung konkret dafür tut, dass Entwicklungen wie in Rümpel verhindert und Bewohner sowie Mitarbeiter in den Altenpflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein vor Corona geschützt werden", sagte Schaffer. Das Beispiel Rümpel dürfe auf keinen Fall Schule machen.

Die Pflegeeinrichtung für Demenzkranke und psychisch auffällige Menschen steht seit dem 9. April unter Quarantäne. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Epidemie in dem Haus lebten dort 68 Menschen. Die verbliebenen 57 Bewohner werden laut Schöneberg weiterhin im Heim betreut. Aktuell seien zehn Bewohner ohne Covid-19-Befund. 25 Mitarbeiter seien positiv getestet worden, es müsse aber niemand stationär behandelt werden.

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