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"Tor des Monats" für Dynamos Schmidt

Dresden  

"Tor des Monats" für Dynamos Schmidt

26.04.2020, 10:02 Uhr | dpa

"Tor des Monats" für Dynamos Schmidt. Patrick Schmidt (l) und Ondrej Petrak

Patrick Schmidt (l) und Ondrej Petrak von Dynamo Dresden. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Überreichung der Medaille für das "Tor des Monats" an Patrick Schmidt war sinnbildlich für die aktuelle Corona-Tristesse. Der Stürmer von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden bekam das gute Stück von der ARD im leeren Rudolf-Harbig-Stadion ausgehändigt. Und das dürfte sich selbstredend weit weniger spektakulär als sein siegbringender Fallrückzieher gegen Erzgebirge Aue angefühlt haben. Glücklich war Schmidt trotzdem.

"Das war ein Tor, dass mir lange in Erinnerung bleiben wird", sagte der 26-Jährige über den Treffer zum 2:1 im Sachsen-Derby am 8. März. "Schon als kleiner Junge habe ich vor dem Fernseher jedes Mal auf die Auswahl zum "Tor des Monats" in der Sportschau hingefiebert und diese gebannt verfolgt. Ich freue mich daher tierisch über die Auszeichnung."

Schmidt war zum ersten Mal in der engeren Auswahl - und gewann prompt. In der Abstimmung der ARD-Sportschau erhielt er 34,94 Prozent der Stimmen. Hinter Schmidt belegte der ebenfalls aus dem Saarland stammende Jonas Hector vom 1. FC Köln mit 30,78 Prozent Platz zwei. Reena Wichman von Werder Bremen wurde mit 13,8 Prozent Dritte. Als zuvor letzter Dresdner hatte Justin Eilers im März 2016 das "Tor des Monats" per Hacke gegen Hansa Rostock erzielt.

Schmidt hofft nun, dass die Saison bald wie angedacht weitergehen kann. "Die Pause kam ungelegen und man weiß nie, wie man danach zurückkommt", sagte die Leihgabe des 1. FC Heidenheim. "Wir wollen trotzdem darauf aufbauen. Wichtig ist, dass wir an uns glauben und mit einer gewissen Selbstverständlichkeit auftreten." So wie am Ende beim bisher letzten Heimspiel gegen Aue. Dadurch war Schlusslicht Dresden bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz herangerückt.

Auf die Fans wird Dynamo allerdings verzichten müssen. Und das könnte für den Club trotz der nun fließenden TV-Gelder ein massives Problem werden. Denn laut "Bild" gehen Dynamo pro Geisterspiel Einnahmen von bis zu 700 000 Euro verloren. Mit über 27 000 Fans pro Heimspiel liegt Dresden in der Zuschauertabelle der Liga auf Platz sechs.

Deshalb soll der Club bei der DFL Ausgleichszahlungen für Vereine mit einem hohen Zuschauerschnitt angeregt haben. Eine konkrete Antwort der Liga blieb bisher aus. Fraglich ist, aus welchem Topf diese Ausgleichszahlungen kommen sollen und wie der Verteilungsschlüssel aussehen soll. So hat Zuschauermagnet Stuttgart mit im Schnitt über 50 000 Besuchern fast doppelt so viele wie Dynamo und Schlusslicht Wiesbaden mit nicht einmal 5000 und damit nicht mal ein Fünftel der Dresdner.

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