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Vater wollte vermutlich einjährigen Sohn töten: Haftbefehl

Ratekau  

Vater wollte vermutlich einjährigen Sohn töten: Haftbefehl

30.04.2020, 10:45 Uhr | dpa

Ein 36 Jahre alter Vater hat vermutlich versucht, seinen Sohn und dann sich selbst zu töten. Der Einjährige habe den Angriff in der Gemeinde Ratekau nahe Lübeck mit erheblichen Gesichtsverletzungen überlebt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Mutter war während der Tat nicht zu Hause.

Der Vater war am Freitag weiter in der Klinik, wie Oberstaatsanwältin Ulla Hingst der Deutschen Presse-Agentur in Lübeck sagte. Er wurde von Beamten der Justizvollzugsanstalt überwacht. Ein Haftrichter erließ Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar.

Der kleine Junge war am Mittwoch in der Dorfschaft Sereetz mit schweren Gesichtsverletzungen in seinem Bett gefunden und in ein Lübecker Krankenhaus gebracht worden. Zuvor war sein Vater bei zwei Unfällen verletzt worden. Zunächst war er - vermutlich in Selbstmordabsicht - mit seinem Auto auf der Autobahn 1 bei Neustadt im Kreis Ostholstein gegen die Leitplanke gerast.

Dabei hatte sich der Wagen mehrfach überschlagen, der Mann wurde aus dem Auto geschleudert. Einem Ersthelfer habe er gesagt, er habe sein Kind umgebracht, sagte Hingst. Danach sprang der Mann über die Leitplanke auf die Gegenfahrbahn und wurde dort angefahren. Auch diesen Unfall überlebte er verletzt. Der Autofahrer erlitt einen Schock.

Lebensgefahr bestehe für den Vater aber ebenso wenig wie für das Kind, sagte Hingst. Den "Lübecker Nachrichten" sagte Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller (parteilos), die Tat mache ihn fassungslos. Nach Informationen der Zeitung soll es vor kurzem in der Familie einen Rollentausch gegeben haben. Die Mutter sei wieder zur Arbeit gegangen, der Vater stattdessen zu Hause geblieben.

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