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Rolfes: DFL-Konzept kann Vorbild für andere Bereiche sein

Leverkusen  

Rolfes: DFL-Konzept kann Vorbild für andere Bereiche sein

02.05.2020, 11:47 Uhr | dpa

Rolfes: DFL-Konzept kann Vorbild für andere Bereiche sein. Simon Rolfes

Simon Rolfes, Sportdirektor von Bayer Leverkusen. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Sportdirektor Simon Rolfes von Bayer Leverkusen sieht im Sicherheits-Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Fortsetzung der Bundesliga-Saison ein mögliches Vorbild für andere Lebensbereiche. "Dieses Konzept ist unglaublich detailliert und umfassend. Deswegen denke ich, dass Schlüsse aus dem Umgang mit den Fußballern gezogen werden können, die sich auf andere Bereiche anwenden lassen", sagte Rolfes in einem Interview des "Kölner Stadt-Anzeigers": "Ich habe drei Töchter, zwei davon schulpflichtig. Wenn es so ein Konzept auch für Schulen geben würde, würde ich sie guten Gewissens dorthin schicken." Das Gespräch wurde vor den drei aufgetretenen Corona-Fällen beim Nachbarn 1. FC Köln geführt.

Auch Bayer testet derzeit seine Spieler regelmäßig auf Corona. "Man fährt mit dem Auto in die Tiefgarage, lässt den Test machen und fährt wieder raus. Wie beim Drive-in", berichtete Rolfes. Ob er, Trainer Peter Bosz oder Ersatzspieler bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Schutzmasken auf der Bank sitzen würden, müsse noch "im Detail geklärt werden", sagte der Ex-Nationalspieler. "Grundsätzlich wollen wir das Social Distancing in möglichst vielen Bereichen beibehalten - auch auf der Bank."

Man müsse sich nach Corona Gedanken über Veränderungen im Profi-Fußball machen, so Rolfes weiter. Die Ablösesummen seien nicht das Problem, weil es dabei einen "Umverteilungs-Mechanismus" gebe: "Ein ganz anderer Punkt sind die hohen Personal- und Beraterkosten, unter denen gerade die Vereine leiden. Denn Verträge sind über mehrere Jahre abgeschlossen und das Geld geht anders als bei den Ablösesummen aus dem System heraus." Statt einer Gehalts-Obergrenze könnte sich der 38-Jährige ein Modell vorstellen, nach dem "nur ein bestimmter Anteil des Umsatzes für Personalkosten ausgegeben werden darf. Das würde die Solidität der Clubs stärken."

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