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Tödlicher Angriff mit Auto und Axt: Mordprozess beginnt

Limburg an der Lahn  

Tödlicher Angriff mit Auto und Axt: Mordprozess beginnt

06.05.2020, 13:47 Uhr | dpa

Tödlicher Angriff mit Auto und Axt: Mordprozess beginnt. Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Copyright: pixabay.com/Decker & Böse Rechtsanwaltsgesel/obs/Symbolbild (Quelle: dpa)

Nach dem brutalen Angriff auf eine Frau in Limburg steht bald ihr Ehemann wegen Mordes vor Gericht. Der Prozess soll am kommenden Dienstag (12. Mai) vor dem Landgericht in der mittelhessischen Stadt beginnen. Wegen der Corona-Pandemie gibt es für die Öffentlichkeit nur eine beschränkte Zahl von Sitzplätzen, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Dem 34 Jahre alte Angeklagten wird vorgeworfen, im vergangenen Oktober seine von ihm getrennt lebende Frau mit einem Auto angefahren und danach mit einer Axt und einem Beil auf sie eingeschlagen zu haben. Das 31 Jahre alte Opfer soll bereits bei der Kollision mit dem Auto tödliche Verletzungen erlitten haben. Der Angeklagte hatte den Wagen nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft auf fast 90 Stundenkilometer beschleunigt. Die Ermittler sehen in der Trennung des Paares die Hintergründe für die Tat.

Der 34-Jährige gilt nach Einschätzung eines Gutachters als voll schuldfähig, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft berichtete. Bei der Befragung des Experten habe der 34-Jährige die Tat eingeräumt. Zuvor hatte der Mann zu den Vorwürfen geschwiegen.

Zur Tatzeit wohnte die Frau mit den beiden Kindern in einem Frauenhaus in Limburg. Zuvor hatte die Familie in Rheinland-Pfalz gelebt. Der Angeklagte habe einen Privatdetektiv beauftragt, um den Aufenthaltsort der 31-Jährigen herauszubekommen, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter mit.

Die Anklage wirft dem 34-Jährigen einen heimtückischen und aus niedrigen Beweggründen begangenen Mord vor. Außerdem geht es unter anderem um den Vorwurf der Nötigung sowie des vorsätzlichen Herbeiführens eines Verkehrsunfalls. Das Gericht hat bislang sechs Verhandlungstage bis Anfang Juni geplant. Der Angeklagte ist deutscher Staatsangehöriger.

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