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Historikerin: Manche Mechanismen ähnlich wie im Mittelalter

Mühlhausen/Thüringen  

Historikerin: Manche Mechanismen ähnlich wie im Mittelalter

19.05.2020, 06:01 Uhr | dpa

Historikerin: Manche Mechanismen ähnlich wie im Mittelalter. Historikerin Julia Mandry

Historikerin Julia Mandry schaut in die Kamera. Foto: Christina Dietmann/dpa (Quelle: dpa)

Manche Aspekte der heutigen Corona-Krise haben aus Sicht der Thüringer Landeshistorikerin Julia Mandry durchaus Verbindungen zu Epidemien von Ansteckungskrankheiten im Mittelalter. "Parallelen zu heute zu ziehen, ist schwierig und sollte nicht überstrapaziert werden. Aber stellenweise sind die Bilder doch frappierend, wenn man in Italien etwa die Lastwagen mit den Toten sieht und sich an den mittelalterlichen Umgang mit infektiösen Leichen erinnert fühlt", sagte sie im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Auch im Falle der Pest etwa seien damals schon Prävention und Isolation wichtige Maßnahmen gewesen - auch wenn diese im Mittelalter deutlich extremer ausfallen konnten: "Betroffene wurden mit Vorhängeschlössern in Privathäuser eingeschlossen. Das führte unter Umständen dazu, dass man ausgesperrt von Zuhause war, oder als Gast mit eingesperrt wurde." Ähnlichkeiten gebe es auch mit Blick auf die Wirtschaft und Nutznießer einer Krise, führte sie weiter aus.

Mandry ist wissenschaftliche Koordinatorin der Thüringer Landesausstellung 2025 "500 Jahre Bauernkrieg" bei den Mühlhäuser Museen.

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