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Mehrere Jugendherbergen öffnen zu Pfingsten: Insolvenz droht

Potsdam  

Mehrere Jugendherbergen öffnen zu Pfingsten: Insolvenz droht

21.05.2020, 10:43 Uhr | dpa

Mehrere Jugendherbergen öffnen zu Pfingsten: Insolvenz droht. Eine Frau geht über den Teppich am Eingang einer Jugendherberge

Eine Frau geht über den Teppich am Eingang einer Jugendherberge. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Zum Pfingstwochenende hin öffnen einzelne Jugendherbergen in Brandenburg wieder. Der Verband Berlin-Brandenburg fürchtet aber weiterhin eine Insolvenz durch die Corona-Krise. Nur etwa bis September reichten die Mittel noch, sagte Sprecher Marcus Hirschberg. "Ohne staatliche Hilfe gehen wir den Bach runter." Nur in 5 der insgesamt 19 Herbergen in Berlin und Brandenburg könnten die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln umgesetzt werden.

Die Häuser in Potsdam, in Wandlitz nördlich von Berlin, die Bremsdorfer Mühle im Osten Brandenburgs sowie die Jugendherbergen Köthener See und Lübben im Spreewald öffnen am 29. Mai wieder. Sie seien vor allem auf Familien ausgerichtet, und alle Zimmer hätten eigene Bäder. Die Gäste werden laut Hirschberg vorab über die Hygiene- und Abstandsregeln informiert, Abstandsmarkierungen und Desinfektionsmittelspender wurden demnach angebracht.

Statt dem üblichen Frühstücksbuffet soll das Essen einzeln ausgegeben werden - wofür mehr Personal eingesetzt werden muss. Unterkünfte mit Mehrbettzimmern, Gemeinschaftsduschen oder zu kleinen Essenssälen könnten noch nicht öffnen, so Hirschberg. So bleiben auch die Berliner Häuser noch geschlossen.

Für Pfingsten hatte es laut Hirschberg bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie viele Reservierungen gegeben. Ein Teil sei aber wieder storniert worden oder müsse abgesagt werden, weil die Herbergen zum Teil nicht voll belegt sein dürften.

Insgesamt entgingen dem Verband den Angaben zufolge seit dem 18. März rund 6,2 Millionen Euro Umsatz, 180 000 Übernachtungen seien weggefallen. Ein kleiner Teil der Gäste habe umgebucht, sagte Hirschberg. Aber vor allem Klassen- oder Gruppenfahrten wurden demnach abgesagt. Die rund 200 Mitarbeiter der Jugendherbergen in Berlin und Brandenburg seien in Kurzarbeit.

Der Bundesverband hatte im April eine Online-Petition gestartet. In dem Schreiben drängt er darauf, dass sich Verantwortliche in Bund und Ländern dafür einsetzen, dass die Jugendherbergen in Deutschland flächendeckend durch staatliche Rettungsmaßnahmen in ihrem Fortbestand gesichert werden.

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