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Wohnungsgenossenschaften steigern weiter Investitionen

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Wohnungsgenossenschaften steigern weiter Investitionen

25.05.2020, 12:33 Uhr | dpa

Die Wohnungsgenossenschaften in Sachsen wollen im laufenden Jahr knapp 580 Millionen Euro investieren und damit das Ergebnis des Vorjahres noch einmal deutlich übertreffen. Wie der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften (VSWG) am Montag in Dresden mitteilte, lagen die Investitionen 2019 bei 513 Millionen Euro und damit um fast 15 Prozent über denen des Vorjahres. Nur in den 1990er Jahren waren die Summen noch höher.

Laut Verband stiegen die Investitionen in den Neubau um rund 17 Millionen Euro auf 94,1 Millionen Euro; etwa 135,2 Millionen Euro wurden in Modernisierungen gesteckt. Den größten Anstieg gab es beim Aufwand für Instandhaltung, der mit fast 284 Millionen Euro um rund 18 Prozent deutlich wuchs. In diesem Jahr sollen 196 Millionen in die Modernisierung fließen. Bei Neubau und Instandhaltungen sind Aufwendungen auf gleichbleibenden Niveau geplant.

"Die hohen Instandhaltungskosten sind ein Ausdruck der bevorstehenden zweiten Sanierungswelle in den Wohnungsbeständen. Auch die stark steigenden Preise für Baumaterialien und Dienstleistungen sind Gründe für den deutlichen Anstieg der Investitionen", teilte der Verband mit. Bei Modernisierungen gehe es häufig darum, Bäder zu sanieren, Schwellen zu entfernen oder die Häuser mit Fahrstühlen auszurüsten. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Investitionen würden sich erst langfristig zeigen.

Parallel zum Neubau geht der Abriss ganzer Häuser oder Gebäudeteile weiter. Mit 248 Wohnungen wurden 2019 aber erstmals weniger Wohnungen vom Markt genommen als neu gebaut. Der Verband rechnet damit, dass künftig wieder mehr abgerissen wird. Der Anteil leerstehender Wohnungen ist leicht gestiegen und beträgt nun 8,1 Prozent - ohne Chemnitz, Dresden und Leipzig läge der Leerstand bei 10,9 Prozent. In Dresden beträgt die Quote nur 2,3 Prozent. Die durchschnittliche Nettokaltmiete einer Genossenschaftswohnung lag 2019 bei 5,03 Euro pro Quadratmeter.

Zugleich stellte der Verband Ergebnisse einer Umfrage zu Auswirkungen der Corona-Pandemie vor. Die Genossenschaften empfänden den Mietausfall bisher noch als überschaubar, hieß es. Im Mai seien etwa 375 000 Euro an Wohnungsmieten nicht beglichen worden; bei Gewerbemieten waren es rund 90 000 Euro. Mittelfristig rechne man mit vier bis sechs Millionen Euro pro Monat.

Sachsens Wohnungsgenossenschaften haben nach eigenen Angaben knapp 287 000 Wohnungen im Bestand und damit landesweit rund 19 Prozent der Mietwohnungen. Sie erwirtschaften pro Jahr etwa 1,25 Milliarden Euro Umsatz.

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