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Sanierung von Marktkirche in Halle ist angelaufen

Magdeburg  

Sanierung von Marktkirche in Halle ist angelaufen

26.05.2020, 07:50 Uhr | dpa

Sanierung von Marktkirche in Halle ist angelaufen. Marktkirche "Unser lieben Frauen"

Der Markt mit dem Roten Turm (r.) und die Marktkirche "Unser lieben Frauen" ist zu sehen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Mit der Enthüllung des Baustellenschilds haben am Dienstag in Halle die Sanierung und Umgestaltung der Marktkirche Unser Lieben Frauen offiziell begonnen. Die Maßnahme wird mit fast 3,2 Millionen Euro aus Mitteln aus dem Kulturerbeprogramm der Europäischen Union gefördert, wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte. Das Projekt setzte sich in einem Wettbewerb durch, an dem sich insgesamt 47 Kultureinrichtungen beteiligt hatten.

Die Marktkirche zählt nach Angaben der Stadt zu den bedeutendsten Bauten der Spätgotik. Mit ihren vier Türmen prägt sie das Stadtbild Halles maßgeblich. Die große dreischiffige Hallenkirche wurde 1529-1554 mit spätromanischen Ost- und spätgotischen Westtürmen erbaut. Ursprünglich standen auf dem Gelände der Marktkirche zwei kleinere mittelalterliche Kirchen. In den Jahren 1545 und 1546 predigte der Reformator Martin Luther (1483-1546) in der Kirche. Im westlichen Mittelschiff wurde 1716 in Gegenwart von Johann Sebastian Bach (1685-1750) die große Orgel eingeweiht.

In Sachsen-Anhalt stehen in der laufenden Förderperiode von 2014 bis Ende 2020 insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro aus den Töpfen der EU zur Verfügung. Sie verteilen sich auf drei Struktur- und Investitionsfonds: Den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), den Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), zu dem auch das Kulturerbeprogramm gehört.

Mit Stand 30. April wurden nach Angaben des Finanzministeriums aus dem EFRE-Topf 83,47 Prozent der Gesamtmittel bewilligt, ausgezahlt wurden bislang etwa 358,3 Millionen Euro (25,1 Prozent). Für den ländlichen Raum wurden 82,5 Prozent der Gesamtmittel bewilligt und rund 355,3 Millionen oder 41,3 Prozent ausgezahlt. Aus dem Sozialfonds wurde diesen Angaben zufolge 82,8 Prozent der Gesamtmittel bewilligt und etwa 265,9 Millionen Euro (43,5 Prozent) ausgereicht.

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