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Kinderhilfswerk: Mehr arme Kinder wegen Corona-Krise

Torgelow  

Kinderhilfswerk: Mehr arme Kinder wegen Corona-Krise

04.06.2020, 13:04 Uhr | dpa

Kinderhilfswerk: Mehr arme Kinder wegen Corona-Krise. Franziska Giffey (r., SPD) und Thomas Krüger bei Pressetermin

Franziska Giffey (r., SPD) und Thomas Krüger stellen Kinderreport 2020 vor. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa (Quelle: dpa)

Im Zuge der Corona-Krise rechnet das Deutsche Kinderhilfswerk (Berlin) mit Blick auf den Schulstart im Sommer mit deutlich mehr bedürftigen Familien. Gründe seien steigende Arbeitslosenzahlen und millionenfache Kurzarbeit, sagte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann. Bundesweit würden derzeit mehr als 1000 Schulranzen an Kinder aus einkommensschwachen Familien verteilt, davon seien rund 300 schon an Schulanfänger in der Region Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) gegangen. An diesem Freitag will Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) zusammen mit dem Hilfswerk nochmals symbolisch zwei Schulranzen an Erstklässler in Torgelow übergeben.

"Der erste Schultag ist für jedes Kind ein ganz besonderes Ereignis", sagte Hofmann. Für arme Familien bedeute dies auch eine außerordentliche finanzielle Belastung, denn ein guter Schulranzen koste sehr viel Geld. Soziale Sicherheit und Bildungsgerechtigkeit für Kinder sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, betonte Hofmann. Die Realität sehe aber anders aus. In Deutschland wachse jedes fünfte Kind in Armut auf und vielfach entscheide über Bildungschancen der Geldbeutel der Eltern.

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