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Demos in Worms: Pfefferspray und Schlagstock-Einsatz

Worms  

Demos in Worms: Pfefferspray und Schlagstock-Einsatz

06.06.2020, 14:13 Uhr | dpa

Demos in Worms: Pfefferspray und Schlagstock-Einsatz. Polizei Blaulicht

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Bei Demonstrationen von rechten und linken Gruppen ist es am Samstag in Worms zu Ausschreitungen gekommen. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, versuchten mehrere hundert "Personen des linken Spektrums" Polizeiabsperrungen zu umlaufen oder zu durchbrechen. Das habe man weitgehend verhindern können. Es sei aber "zu Angriffen gegen die Polizei durch Steinwürfe, Pyrotechnik sowie Schläge und Tritte" gekommen.

Zwischenzeitlich hätten auch die Beamten Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt. Es sei aber niemand verletzt worden, erklärte ein Polizeisprecher am Samstag. Es sei gelungen, zwei Gruppen mit insgesamt mehr als 500 Demonstranten festzuhalten und bei ihnen die Personalien wegen mutmaßlichen Landfriedensbruchs festzustellen. Nun setze die Kriminaldirektion Mainz eine Ermittlungsgruppe ein. "Das ist für einen Kollegen zu viel Arbeit, deshalb wird das auf mehrere Schultern verteilt", sagte ein Mainzer Polizeisprecher am Sonntag.

Bereits vor Beginn der angemeldeten Versammlungen waren nach Polizeiangaben vom Samstag "mehr als 700 Personen des gewaltbereiten linken Spektrums unter anderem aus dem Rhein-Main-Gebiet und dem gesamten südwestdeutschen Raum nach Worms gekommen".

Demonstranten stellten sich einer Kundgebung von Rechtsextremen entgegen. Zu der von einem NPD-Mitglied angemeldeten Demonstration erschienen laut Polizei mehr als 30 Teilnehmer. Hier seien im Vorfeld des Protests verfassungsfeindliche Symbole festgestellt worden, eine Person sei daraufhin von der Versammlung ausgeschlossen worden. Zuvor war die Stadt Worms mit dem Versuch eines gerichtlichen Verbots der Kundgebung gescheitert. Diese war unter dem Motto "Tag der deutschen Zukunft - unser Signal gegen Überfremdung" angemeldet worden.

Ein direktes Aufeinandertreffen der Gruppierungen von rechts und links sei verhindert worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Mehr als 1000 Bürger hätten "bei drei bürgerlichen Versammlungen am Bahnhof sowie im gesamten Stadtgebiet friedlich demonstrieren" können. Am Samstagabend blieb es in Worms ruhig, wie ein Mainzer Polizeisprecher am Sonntag sagte.

Der Wormser Oberbürgermeister Adolf Kessel (CDU) betonte am Samstag: "Wir haben mit den friedlichen, angemeldeten Versammlungen deutlich gemacht, wo wir stehen als Stadt, dass wir einstehen für ein gutes Miteinander."

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