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Erfurt: Vereine planen erstmals thüringenweite CSD-Parade

Zeichen gegen Diskriminierung  

Vereine planen erstmals thüringenweite CSD-Parade

19.06.2020, 13:36 Uhr | dpa

Erfurt: Vereine planen erstmals thüringenweite CSD-Parade. Eine Parade zum Christopher Street Day vor dem Erfurter Hauptbahnhof: Wegen der Corona-Krise soll es in diesem Jahr eine Parade für ganz Thüringen geben.  (Quelle: imago images/VIADATA/Archivbild)

Eine Parade zum Christopher Street Day vor dem Erfurter Hauptbahnhof: Wegen der Corona-Krise soll es in diesem Jahr eine Parade für ganz Thüringen geben. (Quelle: VIADATA/Archivbild/imago images)

Seit Jahren setzen sich Vereine in Erfurt am Christopher Street Day für die Belange der LGBTQ-Gemeinschaft ein. Wegen der Corona-Krise soll es in diesem Jahr jedoch eine thüringenweite Parade geben.

Erstmals soll es dieses Jahr eine gemeinsame Parade zum Christopher Street Day (CSD) für ganz Thüringen geben. Die Gruppen hinter den Demonstrationen in Erfurt, Gera, Jena und Weimar haben sich angesichts der Corona-Pandemie zu diesem Schritt entschlossen, teilte das CSD-Thüringen-Bündnis am Freitag an. 

In welcher Stadt die LGBTQ-Gemeinschaft (englische Abkürzung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Queere) gegen Diskriminierung auf die Straßen gehen wird, stehe zwar noch nicht fest. Wohl aber das Datum, nämlich der 17. Oktober. Zudem soll es es ein thüringenweites Rahmenprogramm geben.

"Verstärktes Zeichen gegen Diskriminierung"

"So ist dieser CSD Thüringen nicht nur ein Zusammenschluss, sondern auch eine Erweiterung, um gerade jetzt in Corona-Zeiten ein verstärktes Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen", sagte Theresa Ertel, eine Sprecherin des CSD Thüringen. "Natürlich hat die Gesundheit der Demo-Teilnehmenden jederzeit Vorrang", betonte sie.

Viele queere Menschen – also solche, die sich etwa selbst nicht in heteronormen Geschlechts- und Beziehungskonstrukten wiederfinden – seien besonders hart von der Corona-Pandemie getroffen, so die Vereine. So seien etwa Personen, die zu Hause nicht akzeptiert werden und vielleicht sogar Gewalt ausgesetzt sind, dazu gezwungen, viel Zeit daheim zu verbringen. Zudem seien Beratungszentren und andere Anlaufstellen nur online erreichbar oder haben ganz geschlossen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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