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Etwa ein Dutzend Beschwerden gegen Corona-Listen eingegangen

Schwerin  

Etwa ein Dutzend Beschwerden gegen Corona-Listen eingegangen

30.06.2020, 16:01 Uhr | dpa

Etwa ein Dutzend Beschwerden gegen Corona-Listen eingegangen. Heinz Müller

Der Landesdatenschutzbeauftragte Heinz Müller. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Beim Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit sind etwa ein Dutzend schriftlicher Beschwerden zu der Erhebung personenbezogener Daten in Corona-Listen eingegangen. Telefonisch seien mindestens dreimal so viele Anfragen eingegangen, teilte die Pressestelle des Landesbeauftragten am Dienstag in Schwerin mit. "Zulässig ist nur die Erhebung von Kontaktdaten, nicht auch die Erhebung von Gesundheitsdaten", sagte der Landesbeauftragte Heinz Müller in einer Mitteilung. Diese Listen werden zehntausendfach geführt etwa bei Besuchen in Restaurants, Cafés oder Hotels.

Die in der Landesverordnung angeordnete Erhebung von Kontaktdaten sei unumgänglich, um die Infektionsketten besser nachverfolgen zu können. "Die erhobenen Kontaktdaten dürfen nur für den Zweck der Rückverfolgung und nicht etwa auch für Werbezwecke verarbeitet werden. Die Daten sind vertraulich zu behandeln, für Dritte einsehbare Listen scheiden daher aus. Und die Daten sind nach vier Wochen zu vernichten, zum Beispiel, indem die ausgefüllten Formulare durch den Schredder gejagt werden", sagte Müller weiter.

Diese Listen dürften nicht offen herumliegen und seien von einer Servicekraft auszufüllen. Wer sich nicht an die Vorgaben halte, müsse mit Sanktionen rechnen, warnte Müller.

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