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Verband: 2020 kein gutes Obstjahr in Sachsen wegen Kälte

Dohna  

Verband: 2020 kein gutes Obstjahr in Sachsen wegen Kälte

02.07.2020, 06:32 Uhr | dpa

Verband: 2020 kein gutes Obstjahr in Sachsen wegen Kälte. Kirschernte

Ein Obstbauer hält reife Kirschen in der Hand. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Sachsens Obstbauern erwarten in diesem Jahr nur unterdurchschnittliche Erträge. "Von der Menge her ist 2020 kein gutes Obstjahr", sagte der Geschäftsführer des Obstbauernverbands, Udo Jentzsch, der Deutschen Presse-Agentur. Schuld seien die Kälte im März und die Eisheiligen im Mai. "Das gesamte Obst hat unter dem Frost gelitten, sodass es keine gute Ernte wird." Während es bei Erdbeeren zufriedenstellend sein könnte, rechnet Jentzsch bei Kirschen mit weniger Ertrag als im Vorjahr. Für Äpfel will er noch keine Prognose abgeben.

"Die Erwartungen werden auf jeden Fall nicht erfüllt", sagte Jentzsch. So geht er von nur um die 500 Tonnen Süßkirschen aus und damit 50 bis 60 Prozent der normalen Ertragsmenge von 800 bis 1000 Tonnen. Es wird mit einer deutlich geringeren Ernte als gewöhnlich gerechnet, auch weniger als 2019. "Das gab es zuletzt 2016." Im vergangenen Jahr wurden rund 700 Tonnen von den Bäumen geholt.

Bei den Sauerkirschen rechnet Jentzsch wegen der Fröste mit 2500 Tonnen, die Normalmenge liegt bei 3500 bis 4000 Tonnen. Auch bei Erdbeeren gebe es Frost- sowie Trockenschäden, die aber nicht gravierend seien. Hier rechnet der Verband wie im Vorjahr mit 1900 Tonnen Ertrag. Während es bei Birnen gut aussieht, ist Jentzsch bei Äpfeln skeptisch. "Nochmal minus zehn Grad von Mitternacht bis morgens über eine Woche Ende März, das haben die Knospen nicht vertragen."

Laut Jentzsch haben deshalb auch die Preise für Obst in Sachsen angezogen, wie in ganz Europa, aber auch durch Corona und den Mindestlohn. "Gerade der Obstbau ist sehr handarbeitsintensiv." Die Kosten dafür müssten abgedeckt und auch Investitionen finanziert werden können. In Sachsen werden auf 230 Hektar Erdbeeren, auf 138 Hektar Süß- und auf 395 Hektar Sauerkirschen sowie auf 2271 Hektar Äpfel und auf 148 Hektar Birnen angebaut.

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