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Erneut unterdurchschnittliche Ernte erwartet

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Erneut unterdurchschnittliche Ernte erwartet

02.07.2020, 15:23 Uhr | dpa

Erneut unterdurchschnittliche Ernte erwartet. Bauern starten Getreideernte - Erträge "nicht optimal"

Eine Staubwolke zieht ein Traktor beim Striegeln auf einem abgeernteten Getreidefeld hinter sich her. Foto: Jens Büttner/zb/dpa (Quelle: dpa)

Auch in diesem Jahr erwarten die Bauern in Brandenburg wegen der Trockenheit eine unterdurchschnittliche Ernte, wobei es regional starke Unterschiede geben könnte. "Jeder Bodenpunkt und jeder Liter Regen wird an den Druschergebnissen zu sehen sein", teilte der Landesbauernverband zum Ernteauftakt am Donnerstag mit. Die Mähdrescher zum Ernten der Gerste seien in diesen Tagen fast überall im Land gestartet.

Zwar sei in diesem Jahr keine flächendeckende Dürre zu beklagen, von Entspannung könne dennoch keine Rede sein, sagte Verbands-Vizepräsident Sven Deter. "Die herben Verluste der Vorjahre werden wir mit den zu erwartenden Ergebnissen in diesem Jahr nicht ausgleichen können."

Zum Beginn der Erntezeit prognostizierte der Verband für die Gerste ein Minus von 8,2 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Ertrag eines normalen Jahres - das Dürrejahr 2018 eingerechnet. Die Getreideart wird traditionell als erstes geerntet. Aber auch für Weizen, Roggen und Raps, schätzen die Landwirte, wird es wieder Defizite geben. Weizen liege geschätzt 11,3 Prozent unter dem normalen Jahresertrag, bei Roggen seien es 12,8 und bei Raps sogar 21 Prozent.

So geht der Verband bei Raps beispielsweise von einem Ertrag von 26 Dezitonnen pro Hektar aus (eine Dezitonne entspricht 100 Kilogramm). Im Vergleich zum Vorjahr erwarten die Bauern bei der Getreide- und Rapsernte hingegen eine Zunahme (Weizen: plus 6,3 Prozent, Roggen: plus 0,8, Raps: plus 5,3 und Gerste: plus 3,5 Prozent).

Der Ernte seien regional sehr unterschiedliche Witterungsbedingungen vorausgegangen, hieß es. Der trockene August 2019 habe vielerorts dafür gesorgt, dass die Rapsaussaat ausgefallen sei. Wenig Regen im Herbst habe Getreide und Raps ebenfalls geschadet. Zwar habe der milde Winter und ein regenreicher Februar für etwas Erholung gesorgt. Spätfröste Anfang April, Trockenheit, ständige Winde und starke Sonneneinstrahlung hätten die Pflanzenentwicklung hingegen stagnieren lassen. Die Folge seien Schäden, besonders bei Gerste und Roggen.

"Unsere Einkommenssituation ist schon jetzt dürftig (...)", meinte Verbandschef Deter. Die unterdurchschnittliche Ernte könne kaum über einen höheren Preis ausgeglichen werden. Die Qualität sei im Durchschnitt allerdings besser als 2019.

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