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Sachsens Kur- und Heilbäder fordernfinanzielle Hilfen

Dresden  

Sachsens Kur- und Heilbäder fordernfinanzielle Hilfen

03.07.2020, 15:54 Uhr | dpa

Sachsens Kur- und Heilbäder fordern rasche und unbürokratische finanzielle Hilfen von Land und Bund. Nur so könnten irreparable Schäden in Folge der Corona-Krise vermieden werden, sagte der Geschäftsführer des Sächsischen Heilbäderverbandes, Helfried Böhme, am Freitag in Dresden. Die Kurorte seien von dem in dieser Woche beschlossenen Konjunkturpaket der Bundesregierung ausgenommen, da sie mehrheitlich in öffentlicher Hand liegen. Grund für den Ausschluss sei das Beihilferecht der EU. Es soll gewährleisten, dass Unternehmen in öffentlicher Trägerschaft nicht durch Fördermaßnahmen gegenüber privaten Anbietern Wettbewerbsvorteile erlangen.

Die 15 Kurorte im Land hätten mittlerweile ihren Betrieb, wenn auch mit Einschränkungen, wieder aufgenommen. Die geringeren Auslastungen wegen der Corona-Beschränkungen brächten aber auch Defizite. Das betreffe sowohl die Bäder selbst als auch die Kommunen, denen Einnahmen, etwa durch Kurtaxen und Dienstleistungen, verloren gingen.

Im Jahr 2019 besuchten nach Angaben des Heilbäderverbands 720 000 Gäste die Heil- und Kurbäder Sachsens. 3,5 Millionen Übernachtungen wurden demnach gezählt.

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