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Stadt- und Bergbaumuseum vor Umbau: Neue Dauerausstellung

Freiberg  

Stadt- und Bergbaumuseum vor Umbau: Neue Dauerausstellung

04.07.2020, 12:05 Uhr | dpa

Stadt- und Bergbaumuseum vor Umbau: Neue Dauerausstellung. Stadt- und Bergbaumuseum

Autos stehen vor dem Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Das Stadt- und Bergbaumuseum in Freiberg wird im kommenden Jahr mit großem Aufwand modernisiert. Nach der am Samstag eröffneten Sonderausstellung "Vom Gnadengroschen zur Rentenformel" schließt das Haus am 1. März. "2022 werden wir uns mit komplett neuer Dauerausstellung wieder präsentieren", sagte Museumsdirektorin Andrea Riedel im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir werden in diesem Haus modernisieren", erklärte der für Stadtentwicklung und Bauwesen zuständige Bürgermeister Holger Reuter. Er geht von einem Kostenaufwand für die rein baulichen Maßnahmen von etwa 500 000 Euro aus.

Zur Wiedereröffnung soll dann der derzeit im Bau befindliche und rund 4,5 Millionen Euro teure Ergänzungsbau in das Museum und die Dauerausstellung integriert werden. Schon Ende 2018 hatte der Stadtrat das neue Konzept gebilligt. Danach wird es erstmals einen Rundgang durch die Ausstellungen geben. Die Besucher würden dann im Ergänzungsbau mit einem Fahrstuhl nach oben fahren und dort der Schau nach unten folgen, erläuterte Riedel.

Überdies werde dann nicht mehr die Stadtgeschichte überwiegen, sondern der Bergbau werde ein ähnlich großes Gewicht erhalten. Dieser werde dann vom Beginn des ersten Silberfundes 1168 bis in die Gegenwart dargestellt und ende nicht mehr wie derzeit noch im 19. Jahrhundert. In den Ausstellungen sollen die verschiedenen Themenbereiche angerissen werden. "Wer dann mehr wissen will, kann über QR-Codes Zusatzinformationen bekommen", sagte die Museumsdirektorin.

Unglücklich ist sie indes über die finanzielle Situation. Die neue Dauerausstellung soll 1,25 Millionen Euro kosten. Diese Summe sei per Stadtratsbeschluss 2017 gedeckelt worden, berichtete die Museumsdirektorin. Sie befürchtet, dass das nicht reichen wird. "Wir müssen den Anteil der Eigenmittel erhöhen", sagte Riedel.

Für ein weiteres Projekt hingegen setzt die Museumsleiterin auf Fördermittel vom Freistaat. Über einen 1,7 Kilometer langen Bergbauerlebnispfad sollen das Museum und die Welterbestätte Forschungs- und Lehrbergwerk "Reiche Zeche" miteinander verbunden werden. Durch verschiedene Stationen soll der Weg kurzweilig sein. "Wir wollen die Besucher in die Montanregion entlassen", sagte Riedel. Und ein passendes Gimmick bekomme jeder dann auch noch in die Hand: "Mit dem Ticket gibt es ein 'Mitnehmsl'."

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