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Gesundheitsminister Garg gegen Abschaffung der Maskenpflicht

Schwerin  

Gesundheitsminister Garg gegen Abschaffung der Maskenpflicht

05.07.2020, 15:57 Uhr | dpa

Gesundheitsminister Garg gegen Abschaffung der Maskenpflicht. Heiner Garg

Heiner Garg (FDP), Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg steht einer Abschaffung der Maskenpflicht im Handel ablehnend gegenüber. "Ich halte das inmitten der Lockerungen für grundfalsch", sagte der FDP-Politiker. "Wir befinden uns mitten in der Pandemie. Es gibt auch bei dem derzeit niedrigen Infektionsgeschehen keinen Grund, sämtliche Schutzmaßnahmen einfach über Bord zu werfen. Das Erreichte darf nicht durch Sorglosigkeit verspielt werden." Auch Hamburg bleibt vorsichtig im Umgang mit dem Coronavirus und will in der Diskussion um die Abschaffung der Maskenpflicht erst Ende August die Infektionszahlen aus den Sommerferien abwarten.

Mehrere Bundesländer erwägen hingegen eine Abschaffung der Maskenpflicht im Handel. "Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten", sagte beispielsweise Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) der "Welt am Sonntag". Er gehe davon aus, dass das Kabinett in Schwerin am 4. August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen werde. "Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen". Die Abstandsregel werde aber grundsätzlich bleiben. Mecklenburg-Vorpommern hat die niedrigsten Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus bundesweit.

In Sachsen wird ebenfalls eine Abschaffung geprüft. "Wir schauen uns gerade an, ob wir beim Einkaufen auf die Maskenpflicht verzichten können", sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) der "Welt am Sonntag". In Niedersachsen plädiert demnach Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) für eine baldige freiwillige Regelung zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes beim Einkaufen. Und auch Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) kann sich laut der Zeitung mittelfristig eine Änderung vorstellen. Bremen will das Thema im Senat diskutieren, hieß es.

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