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Denkmalschutz stoppt Vorzugsvariante für Hochbrücke

Wismar  

Denkmalschutz stoppt Vorzugsvariante für Hochbrücke

21.07.2020, 12:15 Uhr | dpa

Denkmalschutz stoppt Vorzugsvariante für Hochbrücke. Christian Pegel steht in der Staatskanzlei

Christian Pegel, Verkehrsminister von Mecklenburg-Vorpommern, steht in der Staatskanzlei. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild (Quelle: dpa)

Eines der wichtigsten Straßenbauprojekte in Mecklenburg-Vorpommern, der Neubau der Hochbrücke in Wismar, hat einen Rückschlag erlitten. Wie das Verkehrsministerium in Schwerin am Dienstag mitteilte, muss die Vorzugsvariante für den Ersatzbau aus Denkmalschutzgründen verworfen werden. Ein Investor wolle die an die Hochbrücke angrenzende alte Malzfabrik "Wismaria" sanieren und das gesamte Quartier städtebaulich entwickeln. Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege habe den Denkmalwert des rund 130 Jahre alten und inzwischen zur Ruine verkommenen Gebäudes bestätigt. Weil damit der für den Brückenneubau geplante Abriss nicht mehr möglich sei, müsse das Straßenbauamt Schwerin als Vorhabenträger eine neue Variante prüfen, hieß es.

Die Brücke ist Teil der wichtigsten Ost-West-Verbindung durch die Hafenstadt. Wegen statischer Mängel an der Spannbetonkonstruktion war sie von 2011 an für den Schwerlastverkehr gesperrt und wenig später von vier auf zwei Fahrspuren reduziert worden. Seither laufen Planungen für den Neubau.

Erst vor gut einem Jahr hatte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) eine Expertengruppe "Großprojekte" eingesetzt, um besonders wichtige Bauvorhaben auf Bundes- und Landesstraßen voranzutreiben. Dazu gehörte nach seinen Angaben insbesondere auch der Neubau der 660 Meter langen Ersatzbrücke am Wismarer Mühlenteich. Nun wurden die Planer durch die Entscheidung der Denkmalschutzbehörde überrascht. "Der Bau der Vorzugsvariante wie bislang geplant ist unter diesen Umständen nicht möglich", erklärte Pegel. Dies sei bedauerlich. Doch könne man sich für das Planfeststellungsverfahren nun auf die Varianten konzentrieren, die auch aus Denkmalschutzsicht realisierbar seien und dabei auch die Pläne des Investors für die alte Malzfabrik berücksichtigen.

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