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Frau in Auto erschossen: Anklage fordert lebenslänglich

Darmstadt  

Frau in Auto erschossen: Anklage fordert lebenslänglich

22.07.2020, 18:57 Uhr | dpa

Frau in Auto erschossen: Anklage fordert lebenslänglich. Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Im Prozess um einen tödlichen Schuss auf eine Geschäftsfrau in Offenbach hat die Staatsanwaltschaft für den Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert. Zudem solle das Gericht die besondere Schwere der Schuld feststellen. Der 42 Jahre alte Marokkaner soll die 44-Jährige in ihrem Auto getötet haben. Der Angeklagte habe die Arg- und Wehrlosigkeit der Autofahrerin ausgenutzt, sagte die Anklägerin am Mittwoch im Darmstädter Landgericht. Dort wurden nach acht Verhandlungstagen die Plädoyers gehalten.

Die Tat, bei der das Opfer mit einem Schuss tödlich verletzt worden war, hatte sich im Mai 2019 ereignet. Fünf Wochen später hatte sich der mutmaßliche Schütze der Polizei gestellt. Er hatte eine Beziehung zu der Schwester der Getöteten. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Mann sein Opfer dafür verantwortlich gemacht, dass die Schwester sich von ihm getrennt hatte.

Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert, der Strafrahmen liegt dann zwischen fünf Jahren und lebenslang. Ein Zeuge soll gesehen haben, wie der Angeklagte und die Geschäftsfrau vorher stritten, weswegen die Tat kein heimtückischer Mord sei, so die Verteidigung. Der Angeklagte behauptet, der Schuss habe sich aus Versehen gelöst, als er mit seinem Auto neben dem Fahrzeug der Frau stand.

Das Urteil soll an diesem Donnerstag verkündet werden.

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