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Stutentritte werden in Bautzen zum Gerichtsfall

Bautzen  

Stutentritte werden in Bautzen zum Gerichtsfall

27.07.2020, 15:38 Uhr | dpa

Das Amtsgericht Bautzen beschäftigt sich am Donnerstag mit einem ungewöhnlichen Fall: Opfer und Täter des Schadenersatzprozesses sind in erster Linie Pferde. Wie das Gericht am Montag mitteilte, klagt die Halterin einer Stute namens Elektra gegen die Halterin einer Stute, die auf den Namen Coco hört. Coco soll Elektra durch einen Tritt verletzt haben. Die Klägerin fordert für die Behandlung und ein Training insgesamt 3731,21 Euro.

Laut Gericht waren beide Tiere im Sommer 2018 auf einem Reiterhof in Großharthau in Pension untergestellt. Dort befanden sie sich am 27. Juli zusammen mit drei weiteren Pferden zum Auslauf auf einer Koppel. Die Klägerin geht davon aus, dass Coco mehrfach mit den Hinterhufen auf Elektra eintrat und beruft sich dabei auf einen Augenzeugen. Später wurden bei der Stute mehrere Wunden festgestellt. Die Rechnung beim Tierarzt belief sich auf 1161,21 Euro. Zudem ließ Klägerin das Tier osteopathisch behandeln und die Stute durch einen Pferdetrainer acht Monate lang wieder fit machen.

Die Besitzerin von Coco hält dagegen, dass auch jedes andere Pferd auf der Koppel als Verursacher in Frage kommen könnte. Ein besonderes Pferdetraining und die osteopathische Behandlung hält sie überdies nicht für erforderlich. Ihr Argument: Die Wirksamkeit der Osteopathie sei wissenschaftlich nicht nachgewiesen, vielmehr handele es sich um eine bloße "Wellnessbehandlung".

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